You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Verdichtetes Wohnen mit Einfamilienhausqualitäten: Das Projekt „EFH/MFH“

Einfamilienhäuser haben maßgeblichen Anteil an den ständig steigenden Wohnflächen pro Kopf in Mitteleuropa. Wie sich ihre – von der Bevölkerung geschätzten – Qualitäten auch im verdichteten Wohnbau erreichen ließen, hat nun ein Schweizer Forschungsprojekt herauszufinden versucht.

Verdichtetes Wohnen
Grafik: Hochschule Luzern

Noch immer werden in Deutschland rund 70 Hektar Landschaft für Siedlungen und Verkehrsflächen „verbraucht“. Bis 2020 soll diese Zahl auf 30 Hektar sinken – so zumindest das erklärte Politikziel der Regierung. Doch ohne zusätzliche Anstrengung sei diese Marke kaum zu erreichen, befand schon 2011 eine Veröffentlichung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Ein wesentlicher „Wachstumstreiber“ sind neben Gewerbegebieten nach wie vor neue Einfamilienhaussiedlungen.
Und das Einfamilienhaus erfreut sich ungebrochener Beliebtheit – auch in unserem Nachbarland Schweiz: Während dort der Anteil der Einfamilienhäuser am nationalen Gebäudebestand 1970 noch bei 40 Prozent lag, machte er 30 Jahre später bereits 56 Prozent aus. Und von den Liegenschaften, die seit dem Jahr 2000 gebaut wurden, sind fast drei Viertel Einfamilienhäuser.
Aber auch in der Schweiz ist die Reduktion des Bodenverbrauchs ist erklärtes politisches Ziel. Anfang März 2013 stimmte die Schweizer Bevölkerung mit einem deutlichen „Ja“ für die Annahme eines neuen Raumplanungsgesetzes. Es setzt den Rahmen für eine Weiterentwicklung von Städten und Dörfern, ohne dass dadurch intakte Landschaftsräume versiegelt werden.

Verdichtetes Wohnen
Foto: GKS Architekten
Verdichtetes Wohnen
Foto: Stefano Schröder

Das Forschungsprojekt „EFH/MFH“ aus Luzern
Als Beitrag zu einem sparsameren Umgang mit der Ressource Boden hat sich das Forschungsprojekt „EFH/MFH“ des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur (CCTP) der Hochschule Luzern mit der Übertragbarkeit von Einfamilienhausqualitäten auf die bauliche Struktur und das Wohnumfeld von Mehrfamilienhäusern befasst. Untersucht wurden Umsetzungsmöglichkeiten von Nutzerpräferenzen in unterschiedlichen Typologien und Maßstäben. «Das Wohnen im Mehrfamilienhaus muss attraktiv sein und die gleichen Qualitäten bieten, die Menschen bei Einfamilienhäusern suchen. So wird ein Anreiz geschaffen, dass sich Menschen für das Mehrfamilienhaus statt für das Einfamilienhaus entscheiden», sagt Projektleiterin Amelie-Theres Mayer.

Verdichtetes Wohnen
Foto: GKS Architekten

Projektübersicht in DETAIL Green 1-2013
Der Beitrag „Verdichtetes Wohnen mit Einfamilienhausqualitäten“ in der aktuellen Ausgabe von DETAIL Green legt die zentralen Inhalte des Forschungsprojektes dar, die auch für Deutschland interessant sind.
Darüber hinaus entstanden in dem Projekt ein „Argumentarium“ zu den Vorteilen von  Mehrfamilienhäusern mit Einfamilienhausqualitäten, entsprechende Planungsempfehlungen sowie ein Indikatoren-System zur Beurteilung einfamilienhausartiger Wohnqualität in Mehrfamilienhäusern.

Eine ausführliche Print-Dokumentation zum Projekt lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe DETAIL GREEN 2013/1.

 

Zum PDF-Download der Projektdokumentation:
www.hslu.ch/cctp/t-fat_publikationen

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt "EFH/MFH":
www.hslu.ch

Stichworte:
Aktuelles Heft
DETAIL 9/2018
DETAIL 9/2018, Schulen

Konzept: Schulen

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.