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Verschleierte Transparenz: Wohnhaus von Fumihiko Sano

Wie ein silberner Schleier umhüllt das zarte Gitternetz die Fassade des kubischen Hauses, das nicht nur ein privates Atelier und Wohnhaus für die Auftraggeberin, sondern auch ein Treffpunkt für Kimono-Liebhaber ist.

Architekt: Fumihiko Sano & Studio Phenomenon
Ort: Higashikurume, J–Tokio

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Frontfassade mit Terrasse, Foto: Daisuke Shimokawa

Das silbern glänzende Haus liegt in Higashikurume, einem nordöstlich gelegenen Vorort Tokios. »Moya« bedeutet im japanischen Nebel bzw. Dunst – und tatsächlich umhüllt die angefügte Stahlnetzfassade das Gebäude wie ein Nebelschleier. Unregelmäßig große Fensteröffnungen bespielen die dahinter liegende primäre Baustruktur, die bis auf wenige Aussparungen von einem Stahlnetz eingehüllt wird. Dadurch entsteht eine sanfte, visuelle Schwelle zwischen einem Ort der Arbeit und Ruhe und der pulsierenden Großstadt Tokio.
Bei Nacht schwinden die Grenzen und raumgroße Öffnungen geben Einblick in die beleuchteten Innenräume des Hauses.

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Außenaufnahme bei Nacht, Foto: Daisuke Shimokawa
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Frontansicht bei Nacht, Foto: Daisuke Shimokawa

Die vorgehängte Fassade filtert die einfallenden Sonnenstrahlen und durchflutet das Innere des Hauses, je nach Sonnenstand und Fensterposition, mit einem diffusen Licht.

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Innenperspektive Studiensaal, Foto: Daisuke Shimokawa

Der Innenraum wird bestimmt durch eine einheitliche und schlichte Materialität. Holzelemente und zarte Farbtöne schaffen ein ruhiges Arbeitsklima. Allein der rote Boden der Küche hebt sich von den sonst hellen Holzböden des Hauses ab.

Das zentrale Thema für die Gestaltung des Entwurfs leitet sich aus dem Hobby der Besitzerin ab: Für die Analyse der mehrlagigen japanischen Kimono-Gewänder entstand eine Art Studiensaal, um den die Funktionsräume angeordnet sind. Er bildet den Hauptraum des Hauses. Dieser schlichte Arbeitssaal kann zur Küche hin erweitert und so auch für größere Veranstaltungen genutzt werden.

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Blick in den Studiensaal, Foto: Daisuke Shimokawa
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Wohnküche, Foto: Daisuke Shimokawa

In den zwei Geschossen des Gebäudes befinden sich neben den gen Norden orientierten privaten Zimmern ein weiterer Wohnraum im japanischen Stil und die beiden Kinderzimmer. Später einmal sollen diese als Schlafplätze für internationale Studenten genutzt werden.

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Treppenaufgang im Studiensaal, Foto: Daisuke Shimokawa
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Blick in das Obergeschoss, Foto: Daisuke Shimokawa
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Grundriss EG und OG, Grafik: Fumuhiko Sano
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Fassadenschnitt, Grafik: Fumuhiko Sano

Projektdaten:

Architekten: Fumihiko Sano & Studio Phenomenon
Ort: Higashikurume, J–Tokio
Grundstückfläche : 234 m²
Grundfläche : 83 m²
Nutzfläche : 145 m²

 

Weitere Projekte zum Thema »Innenraum und Licht« lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe DETAIL 2014/10

 

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 10/2014

Innenraum und Licht

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