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Vertriebszentrum in Coesfeld (2002)

Folge 11

Architekt:Johannes Schilling, Köln

Vertriebszentrum, Coesfeld, Johannes Schilling
Lageplan

Die Tore der neuen Lagerhalle, als Anbau an das 1984 von Calatrava und Reinhard & Reichlin errichtete Gebäude geplant, bilden dabei den räumlichen und logistischen Abschluss des Vertriebszentrums: Während die LKWs am bestehenden vorderen Bauteil ankommen, um dort die fertig produzierten Kleidungsstücke an drei Hebetoren anzuliefern, wandert die importierte Ware zunächst grob vorsortiert in die nächste Halle zum Auszeichnen, Kommissionieren und Verpacken. Im abschließenden Bauteil werden sie zwischengelagert und wieder ausgeliefert. Hierfür klappen die drei in der Dachschräge versteckten Tore nach oben. So entsteht ein Vordach, dass eine freie Fläche von über tausend Quadratmeter schafft. Zwölf Lkw finden darunter Platz und können die Ware witterungsgeschützt zur Weiterfahrt in die Verkaufsläden einladen.

Vertriebszentrum, Coesfeld, Johannes Schilling

Im geschlossenen Zustand soll das lange abgeschrägte Dach der Lagerhalle »weiter-fließen« in die Umgebung, und in der flachen münsterländischen Ackerlandschaft auslaufen. Zum Öffnen ziehen Hubarme die Tore unabhängig voneinander nach oben und erzeugen so immer wieder ein unterschiedliches Erscheinungsbild der Fassade.

Vertriebszentrum, Coesfeld, Johannes Schilling

Gelagert sind die beweglichen Elemente auf vier Stahlstützen, die den Platz in drei Bereiche zu je vier Stellplätzen gliedern. Die Entwässerung der Tore erfolgt im geschlossenen Zustand über eine Rinne im Boden. Auf dieser liegt ein Rost, der – mit einem Seilmechanismus nach unten gezogen – beim Öffnen im Boden versinkt. Stehen die Tore -offen, dient eine Kastenrinne an der eigentlichen, rückwärtigen Fassade der Entwässerung. Aufgebaut sind die drei Dachelemente aus zu Kastenprofilen verschweißtem Flachstahl; auf der Unterkonstruktion aus Stahl- bzw. Aluminiumhohlprofilen und Trapezblech liegt die dünne Aluminiumhaut. Bündig in -ihre Unterseite eingelassen sitzen Sprinkleranlage, Beleuchtung aus kleinen punktuellen Spots und Blinkwarnsystem an der Torspitze. Die Montage fand innerhalb zweier Monate vor Ort statt. Nur die innere Tragkonstruktion wurde vorgefertigt und zunächst, ohne Aufbau und Motorantrieb, auf den Stützen angebracht und in ihrer Bewegung und Ausrichtung geprüft und justiert.

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