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Verzahnte Kuben: Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt

Das Schweizer Spezialchemieunternehmen Clariant bündelt mit dem „Clariant Innovation Center“ seine Forschungsaktivitäten in dem Neubau für 500 Mitarbeiter. Besonderes Merkmal des Gebäudes ist die bedruckte Glasfassade.

Architekt: HPP Architekten
Standort: Industriepark Höchst, 65926 Frankfurt/Main

Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten
Foto: Sigurd Steinprinz

2010 holten HPP Architekten in einem beschränkten Wettbewerbsverfahren um das Labor- und Bürogebäude „Clariant Innovation Center (CIC)“ den ersten Preis. Die Schlüsselbegriffe Innovation, Bewegung, Energie, Emotion, Begeisterung und Mut sind in Gestalt und Funktion sollten gleichermaßen in der Architektur umgesetzt werden. Anlehnend an den Corporate-Gedanken des Unternehmens präsentiert sich der Neubau kubisch, klar, weiß und vor allem transparent und kommunikativ.

Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten
Lageplan: HPP Architekten
Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten
Foto: Sigurd Steinprinz

Clariant wählte den Standort aufgrund der vorhandenen Infrastruktur im Industriepark Höchst, der verkehrsgünstigen Lage und der Nähe zur Industrie. Die Grundform des Stahlbetonbaus bilden drei ineinander verzahnte Kuben, denen jeweils eine Basisfunktion des neuen Innovation Centers zugeordnet ist.

Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, Grundriss: HPP Architekten
Grundriss: HPP Architekten
Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten, Ansicht Südwest
Ansicht Südwest
Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten, Fassade, Detail
Foto: Martin Starl

In der landschaftlich geprägten Umgebung zeigt sich die weiße Glasfassade als charakteristisch und elegant: durchgehend bedruckt, mit fließenden Übergängen von opak bis transparent. Zudem soll diese Gebäudehülle die Kompetenzen Clariants – Innovation, Forschung und Entwicklung – widerspiegeln. Auf vier Etagen im Inneren des Gebäudes ist dem Wunsch des Bauherren nach Austausch und Begegnung der 500 Mitarbeiter entsprochen worden. Die Büro- und Laborbereiche an den Fassadenseiten sowie die zentral gelegenen, ellipsenförmigen Atrien mit Kommunikationsinseln sorgen für eine kommunikative Arbeitswelt und ermöglichen durch die offene Raumstruktur vertikale und horizontale Blickbezüge.

Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten, Schnitt
Schnitt: HPP Architekten
Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten, Fassade, Detail
Foto: Martin Starl
Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten, Atrien

HPP-Gesellschafter Werner Sübai über das Konzept: „Transparenz und Kommunikation dienten für unseren Entwurf als gestalterische Leitbilder. Nach außen präsentiert sich die mit einem Siebdruckraster bedruckte Glasfassade als Sinnbild für Innovation und Forschung. Im Inneren bieten Atrien die Möglichkeit zur direkten und intensiven Kommunikation innerhalb der Arbeitswelt der Forscher.“

Forschungs- und Entwicklungszentrum in Frankfurt, HPP Architekten, Fassade, Detail
Foto: Sigurd Steinprinz

Projektdaten

Bauherr: Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
Wettbewerb: 1. Preis 2010
Planungs- und Bauzeit: November 2010 bis Oktober 2013
BGF: 34.600 m²
Rauminhalt: 155.500 m³
Geschosszahl über Terrain: 4
Geschosszahl unter Terrain: 1
Leistungsphasen: 1 – 8

Das CIC wurde offiziell am 31. Oktober 2013 eröffnet. Daneben realisierten HPP Architekten unter anderem das Verwaltungs- und Forschungszentrum Henkel Asia-Pacific and China Headquarter in Schanghai.

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