You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Gasholders, WilkinsonEyre, King´s Cross, London

Viktorianisch trifft modern: Gasholders von WilkinsonEyre

1867 wurden die kreisförmigen Gasometerrahmen aus Gusseisen konstruiert – mitten im boomenden Industriezeitalter von London. Schon damals war das Trio als Landmarke bekannt und ist bis heute die einzige Anlage dieser Art, bei der die drei Ringe miteinander verbunden sind. Als die Londoner Industrie im 20. Jahrhundert an den Stadtrand zog, blieben sie ungenutzt und wurden schließlich 2001 abgebaut, um restauriert und nahe ihrem alten Standort ab 2015 wieder aufgebaut zu werden – nun als Element eines sehr ungewöhnlichen Wohnensembles von WilkinsonEyre.

King´s Cross ist das größte urbane Entwicklungsprojekt in Europa. Besonders viel Wert wird bei seiner Revitalisierung auf das industrielle Erbe des Stadtteils gelegt. Die Gasholders sind dafür das perfekte Beispiel. Die drei miteinander verbundenen Eisenrahmen bilden das Gerüst, in dem drei runde Wohntürme liegen. Türme und Gerüst bilden konstruktiv eigenständige Strukturen, die im Dialog miteinander stehen – modern und viktorianisch.

Die Intention der Architekten war es, den Gebäuden die Anmutung der alten Gasometer zu geben – der Versprung in den Höhen spielt darauf an, wie sich früher, als die Gasometer noch ihrem eigentlichen Zweck dienten, die Gasbehälter bei höherem Druck ausdehnten. Die drei Wohnanlagen werden in der Mitte von einem imaginären vierten Kreis miteinander verbunden, auf dessen Boden sich ein Innenhof mit Wasserbecken befindet. Sie haben außerdem jeweils ein Atrium, das auch Teil des vierten Kreises ist. Von diesen Atrien sind die Wohnungen zu erreichen, die wie Tortenstücke darum herum angeordnet sind und in Größe und Grundriss variieren. Viele haben auch einen Balkon und durch die runde Anordnung ergeben sich immer neue Lichtsituationen.

Für mehr Privatheit und als Sonnenschutz wurden an der schlichten, großzügig verglasten Fassade perforierte Metalllamellen angebracht, die auf Knopfdruck der Bewohner vor die Fenster und Balkone fahren. Auf den Dächern der Türme befinden sich Dachgärten, die teils zu den Wohnungen gehören. Ein großer Dachgarten auf dem niedrigsten Gebäude ist für alle Bewohner öffentlich zugänglich.

Die Wohnungen sind luxuriös ausgestattet: WilkinsonEyre ließen sich von der feinen Mechanik einer Uhr inspirieren – wie Zahnräder sollen alle baulichen Elemente perfekt und ästhetisch ineinander greifen. Die gewählten Materialien und Farben erinnern an das Industriezeitalter. Mittels innovativer Technologien können die Bewohner ihre gesamte Wohnumgebung klimatisch regulieren.

Mehr Informationen über das Projekt finden Sie hier.

https://gasholderslondon.co.uk/

Kurze Werbepause

Aktuelles Heft
DETAIL 6/2018
DETAIL 6/2018, Bauen mit Beton

Bauen mit Beton

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.