You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Foto: Simon Kennedy

Villa Kunterbunt: Neugestaltung Rosemary Works School in London

In der stetig wachsenden Schule kamen die Architekten in Zusammenarbeit mit Direktoren, Lehrern und Eltern dem Wunsch nach, neue, individuelle und vielfach nutzbare Räumen zu entwerfen. Dabei stand vor allem der Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz, aber auch das Umsetzen eines pädagogischen Konzepts im Vordergrund.

Unterschiedlichste Farbanstriche lassen individuelle Klassen- und Aufenthaltsräume entstehen und schaffen klare Orientierungspunkte für die Heranwachsenden. Während historische Elemente wie Stützen, Türen und Fenster weitestgehend vorhanden blieben, frischten die Architekten diese lediglich in Form abgestimmter Farbanstriche auf. Hinzugefügte Materialien wie Sitzmöglichkeiten und Regale aus unbehandeltem Holz stehen bewusst in Kontrast zu den knalligen Primärfarben und neutralisieren so die Gesamterscheinung der einzelnen Räume. So wirken diese trotz bunter Vielfalt nicht aufdringlich, sondern harmonisch.

Authentisches Interior ermöglicht den Kindern Rückzugs- und diverse Spiel- und Nutzungsmöglichkeiten. Das von den Architekten selbst als „Ausborgen“ bezeichnete Miteinbeziehen historischer Elemente unterstreicht den spielerischen und glaubwürdigen Charakter, den die Räumlichkeiten ausstrahlen. Fast scheint es so, als hätten sich die Architekten ihr Konzept mit Kindesaugen überlegt – ein wenig spielerisch und irgendwie ehrlich.

Die Wände sind konzeptuell in verschiedene Zonen geteilt. Während die unteren Bereiche für die Kleinen reserviert sind und auf unterschiedlichste Weise bespielt werden können, sollen die oberen Bereiche Platz für Lehrer bieten. Kleinere Highlights wie die Holzhäuschen an den Stützen, die für die Kinder etwas zu hoch hängen, sollen bewusst die Interaktion zwischen Schülern und Lehrern ermöglichen. Ganz im Sinne heranwachsender Kinder arrangiert jeder Raum mithilfe interaktiver Elemente eine große Diversität an Lern- und Entdeckungsmöglichkeiten. Positive Farben wirken kreativitätsfördernd und anregend, aber nicht störend. Viele einzelne Elemente scheinen plötzlich eine eigene Identität zu bekommen und wachsen dennoch zu einem Gesamtraumgefüge zusammen.

In der Balance von Bauen im Bestand und Bauen für Kinder ließen die britischen Architekten einzigartige Räumlichkeiten mit raffinierten Details entstehen. Selbst Bauteile wie die Wasserrohre wurden farblich mit in das Konzept einbezogen und tragen so die Geschichte des Hauses weiter. Mit allen Sinnen scheinen sich Abberant Architecture darauf eingelassen zu haben einen identitätsvollen Ort für Kinder zu entwerfen, an dem diese behutsam aufwachsen, spielen und lernen können – und an dem wohl jeder von uns gerne zur Schule gegangen wäre.

Kurze Werbepause

Aktuelles Heft
DETAIL 11/2018
DETAIL 11/2018, Licht und Raum

Licht und Raum

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.