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Foto: Stefan Müller

Vorfabriziert: Studentenwohnheim von Office Winhov am Campus der TU/e

Im nordwestlichen Teil des Geländes der Technischen Universität schließt der Neubau an die Bebauungsstruktur an. Dabei gliedert er sich durch das Aufnehmen vorhandener Fluchten respektvoll in den Bestand ein. Weiter nördlich bildet der Fluss Dommel eine natürliche Grenze des Campusareals.

Die Grundform des Baukörpers setzt sich aus zwei rechteckigen Riegeln zusammen. Diese verbinden sich über ihre Längsseiten miteinander. Um den starren, geometrischen Raster aufzubrechen, sind die beiden Teile verschoben zueinander positioniert: der östliche Teil zum Campus, der westliche zum Fluss im Norden hin orientiert. Die Querfassaden nehmen dem Neubau so etwas an Massivität.

Vorgefertigte Fassadenelemente
Über der Erdgeschosszone entwickelt sich das Studentenwohnheim auf 13 Stockwerke verteilt in die Höhe. Sämtliche Gebäudeansichten folgen einem Raster und setzen sich aus Betonfertigteilen zusammen. Lediglich der Sockelbereich hebt sich optisch ab. Er ist höher als die Wohngeschosse und erscheint nach außen geschlossener. Ebenso wie die darüberliegenden vorgefertigten Fassadenelemente besteht er aus den Paneelen einer Betonsandwichkonstruktion. Verschiedene Schichten verleihen den Ansichten Tiefe und lenken den Fokus auf den Rhythmus der Fassade. Die Grundebene bildet eine glatte, polierte Betonschicht. In ihr sind die großflächigen Fenster leicht nach hinten versetzt eingelassen. Ein abschließender Layer mit dem Betonraster komplettiert die vorfabrizierten Teile. Sie zeichnen die Geschosse, sowie die Trennung zwischen den Fenstern nach und verleihen dem Riegel eine gewisse Plastizität.

Die Erschließung des Studentenwohnbaus erfolgt über die südliche Querseite. Ein zentraler Gang fasst die Bereiche im Eingangsniveau zusammen. Neben einem Fahrraddepot und einem großen Gemeinschaftsraum gelangt man zu einem Lift und den Treppen im nördlicheren Gebäudeteil. In den Wohngeschossen finden insgesamt 300 Appartements Platz. Neben Einzelwohnungen gibt es auch Einheiten für mehrere Studenten. Über gemeinschaftlich genutzte Flächen, sowie überdachte Außenbereiche auf jedem Level soll das Miteinander gefördert werden.

Da nicht nur die Fassadenelemente, sondern auch Böden, Bäder und Installationen komplett vorfabriziert wurden konnte die Bauzeit enorm verkürzt werden. Auf der Baustelle selbst erfolgte nur noch die Montage der einzelnen Fertigteile.

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