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Vorgarten-Refugium in Schwarz: Schreibstube in Oslo

Der trapezförmige Holzrahmenbau steht im Vorgarten der Bauherren in einem Vorort von Oslo. Mit einem großen Panoramafenster öffnet er sich nach Nordosten, wo das Gelände über eine baumbestandene Böschung zu einer Bahnlinie und einem Parkplatz hin abfällt. Die Eingangsseite im Süden hingegen ragt turmartig empor. Hier fügten die Architekten über dem Eingang eine kleine, mit Schafsfellen ausgelegte Schlaf- und Leseempore ein. Man erreicht sie über eine Treppe, die zugleich Regal ist und deren Nutzer von einem „Geländer“ aus gegen die Decke verspannten Seilen vor dem Absturz bewahrt werden.

Mit Reispapierlampe, braunem Teppichboden und dunkelbraun lasierter Fichtenholzschalung versprüht das Interieur eine etwas düstere, norwegisch-japanische Atmosphäre. Die Architekten wählten bewusst eine gedämpfte Farbpalette, um so wenig wie möglich vom Blick ins Freie – und in die Bücher – abzulenken. Dieser Strategie entsprechen auch die beiden Ganzglasschreibtische vor dem Panoramafenster, die mit ihrer kristallinen Kühle ansonsten einen scharfen Kontrast zu den Materialien ringsum bilden. Weil chaotischer Kabelsalat den minimalistischen Raumeindruck sofort zerstört hätte, sind die Daten– und Stromleitungen im Fußboden verlegt und gelangen über Bodentanks direkt zu den Schreibplätzen. Die Außenhülle des Neubaus erhielt ebenfalls eine Fichtenholzschalung, in diesem Fall mit einem glänzenden schwarzen Anstrich aus einer Farbe, die sonst üblicherweise im Bootsbau verwendet wird.

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