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Mexico City, Materia, Pavillon

Wahrnehmungsmaschine: Pavillon in Mexico City

Als »parteluz« (wörtlich: Lichtteiler) bezeichnet man im Spanischen den Mittelpfosten eines mehrteiligen Fensters oder die Mittelsäule eines Kirchenportals. Den Pavillon gleichen Namens entwarf das Architekturbüro Materia für die Design Week Mexico im Herbst 2017. Schauplatz der Installation: die Außenanlagen des Museo Rufino Tamayo im Chapultepec-Park von Mexico City.

Insgesamt 70 »parteluzes«, arrangiert in zwei gegeneinander versetzten Kreisbögen, umgeben den zentralen Durchgangsraum des Pavillons. Sie stehen dicht genug beieinander, um nur in annähernd exakter Querrichtung Durchblicke zuzulassen. In der Schrägansicht ergänzen sie sich zu einer geschlossenen Fläche. Die 4,80 m hohen Stelen sind über Fußplatten aus Stahl auf ein umlaufendes Ringfundament aufgeschraubt. Knapp unter ihrem oberen Ende sind in Aussparungen paarweise Kiefernholzträger verschraubt. Weitere Holzstreben in Längsrichtung des Pavillons verbinden diese Träger zu einem angedeuteten Flachdach.

Die schweren Betonstelen sollen auf den massiven Charakter und die einfachen kubischen Formen der traditionellen mexikanischen Architektur verweisen. Die filigran wirkende Holzkonstruktion verstehen die Architekten als Reverenz an die mexikanische Handwerkskunst. Vor allem aber ist ihr Pavillon eine überaus wirksame Wahrnehmungsmaschine. Je nach Standort, Blickwinkel und Sonnenstand entstehen in seinem Inneren ständig neue Licht- und Schattenspiele sowie Blickbeziehungen in den angrenzenden Park. 

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