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Wandverkleidung: 27-qm-Glasscheibe mit fotorealistischem Digitaldruck

Um den Hygienestandard in Laboren und Kliniken auf ein neues Level zu bringen, setzen Planer seit einiger Zeit auf Glas als Wandverkleidung. Es eröffnet neue Möglichkeiten, wo herkömmlichen Materialien Grenzen gesetzt sind: durch die nahezu porenfreie Oberfläche lässt sich der robuste und langlebige Werkstoff problemlos und schnell aseptisch reinigen. Glas ist also für Räume mit hohen Hygieneansprüchen wie Operationssäle, Intensivstationen oder Reinräume besonders gut geeignet. Noch einen Schritt weiter geht der Einsatz von Glas in Maximalformaten. Durch die Wandverkleidung mit einer einzigen Scheibe, die mit einer Gesamtfläche von 27 m2 eine ganze Wand bekleidet, ist die komplette Fläche fugenfrei. Bakterien und andere Keime finden dort ­keinen Nährboden. Für die HT-Group, einen Anbieter von Raumkonzepten in der medizinischen Versorgungstechnik, fertigte Sedak eine digital bedruckte, 9 x 3 m große Glasscheibe. Das 10 mm starke, teilvorgespannte Sicherheitsglas »sedak secudecor« ist fotorealistisch mit einem Bergpanorama der Schweizer
Alpen bedruckt.

Sedak hat seine Kompetenz bei Gläsern in Übergröße um die Möglichkeit des großformatigen Drucks erweitert. Scheiben bis zu einer Größe von 3,2 x 15 m können neben dem vollflächigen Druck im »Rollercoater«-Verfahren auch digital im Flachbettdrucker mit komplexen mehrfarbigen Rasterdesigns und in hochauflösender Fotoqualität mit einer Auflösung von 720 dpi bedruckt werden. Die Druckfarben bestehen aus feinsten Keramikpartikeln, die ein Plotter auf die Scheibe spritzt. Durch den Brennvorgang im Ofen verbinden sich die Farben dauerhaft mit der Glasscheibe und die Farbschicht bleibt UV- und kratzbeständig. Die Scheiben können dann laminiert, zu Isolierglas weiter verarbeitet oder laminationsgebogen werden. Als Motive eignen sich Fotos ebenso wie die Imitation von Materialstrukturen oder der Rapport einer Ornamentik. Der keramische Digitaldruck bietet somit einen kostengünstigen Weg zur individuellen Fassaden- und Wandgestaltung. Die UV- und Haftbeständigkeit des Druckes erreicht so die hohen Werte keramischer Schmelzfarben. Dies ermöglicht den Einsatz der Verglasung auch in lichtdurchfluteten Bereichen wie der Lobby, Aufenthaltsräumen, Korridoren oder Stationsfluren ohne zu verblassen.

Unabhängig von Hygiene und einfacher Reinigungsmöglichkeit kommt noch ein medizinischer Aspekt ins Spiel: gewöhnlich hängen aus hygienischen Gründen an den Wänden von Intensivstationen keine Bilder. Bedruckte Glasscheiben geben der Fantasie nun freien Raum. Mit schönen Motiven wie dem Bergpanorama lässt sich das Raumempfinden der Patienten und so deren Stimmung verbessern – was sich wiederum positiv auf die Genesung auswirken kann. Weitere Informationen: Sedak GmbH & Co. KG, Gersthofen

Kurze Werbepause

Glas als Wandverkleidung von Sedak
Foto: Hersteller
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 12/2015
Hybride Konstruktionen

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