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Holzbau, Ulm, Böfingen, Obermeier+Traub, Pirmin Jung

Wegweisend: Mehrgeschossiger Holzbau für ein Ulmer Wohnquartier

Der Entwurf und ökologische Ansatz der Ulmer Architekten Obermeier + Traub ging aus einem Architekturwettbewerb hervor. Das besondere Konzept entstand gemeinsam mit der Liegenschaftsabteilung und der Stadtplanung der Stadt Ulm. Die energieeffizienten Gebäude beherbergen insgesamt 20 Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen und sind über eine gemeinsame Tiefgarage verbunden.

Hybrid aus Holz und Beton
Oberhalb der Tiefgarage sind alle Geschosse in Holzrahmenbauweise aus ausgeführt und durch Holzbetonverbunddecken getrennt. Die großflächigen Bauelemente wurden aus heimischen Hölzern vorgefertigt. Die hochwärmegedämmten Wände haben eine Stärke von 46,4 cm. Das individuell erstellte Brandschutzkonzept samt den baulichen und anlagentechnischen Vorkehrungen sowie getroffenen Kompensationsmaßnahmen erfüllen die bauaufsichtlichen Schutzziele der baden-württembergischen Landesbauordnung. Damit steht der mehrgeschossige Holzbau, auch in den Gebäudeklassen 4 und 5, hinsichtlich des brandschutztechnischen Sicherheitsniveaus anderen Stahlbeton- oder Mauerwerksbauten in nichts nach.

Gestaltung und Energiekonzept

Die beiden Holzhybride halten sich durch ihre streng geometrische Form, die Flachdächer sowie den weiß verputzten Fassaden gestalterisch zurück. Lediglich dunkle Fensterbänder, stark auskragende Balkone und Eckloggien stellen einen Kontrast dar. Zudem setzen sich die hellen Kuben optisch durch einen dunklen Sockel vom Boden ab. Hochwärmegedämmte Wände mit einem diffusionsoffenen Wandaufbau begünstigen die Energieeffizienz und ein gesundes Raumklima. Zudem sind die Wohnhäuser mit einer dezentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Für die Heizung und Warmwasseraufbereitung besteht ein Anschluss zum Fernwärmenetz der Stadt Ulm. Das Wohnquartier wurde nach dem KfW-Effizienzhaus-40-Standard umgesetzt und gefördert.

Mit der Fachplanung für Tragwerk und Bauphysik wie Schall- und Brandschutz bekamen die Architekten Unterstützung vom erfahrenen Ingenieurteam rund um Pirmin Jung. Die Umsetzung des Holzbaus übernahm die Firma Gapp Objektbau aus Öpfingen. Diese ist Mitglied in der ZimmerMeisterHaus-Gruppe, einer Vereinigung von mehr als 100 deutschen Holzbaumanufakturen.

Weitere Informationen: www.zmh.com

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