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Weltkulturerbe: Neuzugänge und Ausscheider

Palais Stoclet in Belgien
Palais Stoclet in Belgien (Foto: flickr/Simon Aughton)
Caral-Supe
Heilige Stadt Caral-Supe in Peru (Foto: flickr/Edgar Asencios)
Heilige Stadt Caral-Supe in Peru
Heilige Stadt Caral-Supe in Peru (Foto: flickr/compostelavirtual)

Wie schon ausführlich thematisiert, wurde dem Dresdner Elbtal der Titel „Weltkulturerbe“ aberkannt. DETAIL.de zeigt, welche Stätten und Bauwerke am vergangenen Wochenende vom Welterbe-Komitee in Sevilla neu auf die begehrte Liste gesetzt wurden.

Insgesamt schafften es 13 Stätten neu auf die Welterbeliste der UNESCO. Von den Neuaufnahmen zählen elf zum Kulturerbe und zwei zum Naturerbe. Erstmals haben Burkina Faso, Kap Verde und Kirgisistan eine Stätte in der Liste. Damit stehen jetzt weltweit 890 Stätten aus 148 Ländern auf der UNESCO-Welterbeliste; 33 alleine aus Deutschland.

Die zwei neuen Naturerbestätten sind das deutsch-niederländische Wattenmeer und die italienischen Dolomiten. Nach der 33. Tagung des UNESCO-Welterbekomitees neu auf der Liste vertreten sind außerdem noch folgende Kulturerbestätten:

  • Palais Stoclet in Belgien (hierzu zeigt DETAIL.de am Montag eine Vertiefung)
  • Ruinen von Loropéni, Burkina Faso
  • Mount Wutai, China
  • Pontcysyllte-Aquädukt und Kanal, Großbritannien
  • Historisches Hydraulik-System – Brücken, Dämme, Kanäle, Gebäude und Wassermühlen – von Shushtar, Iran
  • Cidade Velha (Altstadt von Ribeira Grande), Kap Verde
  • Heiliger Berg Sulamain-Too, Kirgisistan
  • Königsgräber der Choson-Dynastie, Republik Korea (Südkorea)
  • Heilige Stadt Caral-Supe, Peru
  • Stadtlandschaft der Uhrenindustrie: La Chaux-de-Fonds und Le Locle, Schweiz
  • Torre de Hércules (Herkulesturm), Spanien

 

Nicht auf die Liste aufgenommen wurden dagegen – wie ebenfalls 13 andere Stätten – die als Sammelantrag eingereichten Bauten von Le Corbusier. Der Antrag umfasste 22 architekturgeschichtlich besonders bedeutsame und gut erhaltene Bauwerke und städtebauliche Ensembles des französischen Architekten. Neben den von ihm 1927 entworfenen Häusern in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung sind darunter Gebäude aus Frankreich, Argentinien, Belgien, der Schweiz und Japan. Die UNESCO lies aber verlauten, dass die Länder ihren gemeinsamen Antrag nachbessern und innerhalb der nächsten drei Jahre erneut einbringen können.

Schlechtere Aussichten hat dagegen das Dresdner Elbtal. Es wurde erst im Juli 2004 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und stand seit 2006 auf der "Liste des gefährdeten Welterbes". Ein unabhängiges Gutachten der UNESCO hatte die geplante vierspurige Elbquerung als gravierenden Eingriff bewertet, die den außergewöhnlichen universellen Wert des Welterbes gefährde. 2007 war trotz Mahnungen des Welterbekomitees mit dem Bau begonnen worden. Die UNESCO hatte der Stadt Dresden vor einem Jahr eine letzte Frist eingeräumt und den Bau eines Tunnels empfohlen, um die einmalige Kulturlandschaft zu erhalten.

In der Geschichte der Welterbekonvention wurde bislang nur ein einziges Mal eine Stätte von der Liste gestrichen. Dabei handelte es sich um eine Naturerbestätte in Oman. Allerdings wurden in diesem Fall 90Prozent der Fläche zum Ölförderungsgebiet.

 

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