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Wien bleibt ohne Calatrava-Brücke

Der direkt an Santiago Calatrava vergebene Auftrag zur Planung einer Brücke über die Triester Straße in Wien wurde gestern von der Stadt Wien zurückgezogen. Somit wird Wien nach Bilbao, Venedig und Jerusalem nicht in den Genuss von Planungen des spanischen Architekten für ein Brückenbauwerk kommen.

Die vorab als Kunstwerk titulierte Brücke stand unter einem schlechten Stern. Bereits nach der Beschluss des Wiener Gemeinderats im Juni 2008 das Verkehrsbauwerk ohne EU-Ausschreibung zu vergeben ging ein Aufschrei durch die Architektenschaft. Als Rechtfertigung diente dem Gemeinderat Calatravas neue Brücke in Venedig, die dort ja ebenfalls ohne Wettbewerb gebaut wurde und ein bestimmter Paragraf des österreichischen Bundesvergabegesetzes.

Nachdem der spanische Architekt aber jetzt die finanzielle Deckelung nicht akzeptieren wollte und eine Einbindung von Experten der Stadt Wien verweigert hatte, sagte die Stadt Wien Calatrava ab. Man sei dem Steuerzahler verpflichtet. Vielleicht hatte auch die Kostenexplosion der Brücke über den Canale Grande in Venedig die Gemeinderäte aufhorchen lassen.

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