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wohnen ungewöhnlich

Wohnen an ungewöhnlichen Orten

Silos und Supermärkte, Bunker und Bürobauten - durchweg Orte, die zunächst keine Assoziationen mit dem Begriff des Wohnens wecken. Doch die Realität zeigt ein ganz anderes Bild: Rund die Hälfte aller Bauaufgaben umfasst heute die Sanierung, Instandsetzung und Umnutzung von Gebäuden. Ein großer Teil dieser Arbeiten widmet sich der Schaffung von Wohnraum. In Ermangelung freier Flächen und vor dem Hintergrund der Erhaltung historischer Stätten sind Architekten mehr denn je gefordert, hierzu adäquate Lösungen zu finden.

Genau dies thematisiert die aktuelle Ausstellung „Wohnen ungewöhnlichen Orten“ vom 18.2. bis 26.3. im „zb: zentrumbaukultur“ in der Kaiserstraße 58 in Mainz. In Bildern und Texten dokumentiert sie 41 realisierte, darunter zwölf ausgezeichnete Projekte. Sie alle wurden 2007 zum gleichnamigen, im Rahmen der Aktionsplattform „NRW wohnt“ organisierten Wettbewerb der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen eingereicht.

Zur Ausstellungseröffnung am 18.2. um 18 Uhr sprechen Dr. Michael E. Coridaß, Geschäftsführer der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, und Markus Lehmann, Geschäftsführer der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, mit einer Einführung in die Vorgaben und Ziele der Ausstellung. Am 25. Februar befasst sich das Donnerstagsforum unter dem Motto „Außergewöhnlich – Wohnen an nicht alltäglichen Orten – Architekten berichten“ mit dem Ausstellungsthema.

Zu den zwölf Preisträgerprojekten des Wettbewerbs gehören unter anderem die umgenutzte Widra-Waagenfabrik in Aachen von Glashaus Architekten, ein zum Mehrfamilienhaus umgebauter Supermarkt in Düsseldorf der Architektin Fracisco Molina und der Landschaftsarchitektin Veronika Vogelsang, die Wohnungen und Gewerbeeinheiten im ehemaligen Trocken- und Pressenhaus der Grube Carl in Frechen von Architekt Peter Berner sowie das Penthouse auf dem Hochbunker in Hamm von Architekturbüro archivolver, Architekt Mick Amort.

Die Arbeiten wurden unter den Gesichtspunkten der Gestalt und Funktionalität, insbesondere im Hinblick der Energiebilanz und Barrierefreiheit, und der städtebaulichen Einbindung „im Sinne einer Ergänzung und Belebung vorhandener Strukturen“ (Auslobunsgtext) ausgewählt. Sie stehen beispielhaft für die gelungene Revitalisierung ungenutzter Nichtwohngebäude. Doch nicht nur in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland, in welchem diese Beispiele angesiedelt sind, ist ein großes Potenzial an solchen Bauaufgaben vorhanden: Gerade Rheinland-Pfalz verfügt über eine hohe Anzahl an wertvollen, ungenutzten Bestandsbauten wie z.B. brachliegenden Kasernen, Industrieanlagen und Sakralbauten.

Die Ausstellung ist Teil der „Aktionswoche Wohnen 2010 in Rheinland-Pfalz“. Hierzu finden bis zum 28.Februar mehr als 70 Veranstaltungen rund um das Thema „Wohnen“ statt.

Mehr Informationen zur Ausstellung „Wohnen an ungewöhnlichen Orten“

Mehr Informationen zur Aktionswoche

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