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Brenac & Gonzalez & Associés, Romainville

Wohnen in den Wipfeln: Wohnungsbau von Brenac & Gonzalez & Associés

Vor den Toren von Paris, wo die Stadtgebiete fließend ineinander übergehen, liegt die Gemeinde Romainville. Auf einer brachliegenden Fläche, die im Süden an die Hauptstraße und im Norden an sechs- bis neungeschossige Wohnhäuser grenzt, ist ein ganzes Wohnquartier entstanden. Den Architekten standen dafür der gesamte Block mit Ausnahme von drei kleineren Bestandsbauten sowie ein auf der anderen Straßenseite angrenzendes Baufeld zur Verfügung. Obwohl das Gelände nur von den Bewohnern betreten werden kann, eröffnet die Bebauung auch den Nachbarn und Passanten neue, abwechslungsreiche Blickbeziehungen.

Die Wohnungen sind auf fünf Gebäude verteilt, die sich oberhalb des Erdgeschosses noch einmal teilen. So wirken sie wie zehn luftig platzierte Punkthäuser. Eine diagonale Achse erschließt die Häuser mit drei bis fünf Obergeschossen. Die starken Konturen am Blockrand vermitteln mit der Bebauung der Nachbarschaft, während im Blockinneren Grünflächen und Blickachsen zwischen den einzelnen Baukörpern Freiraum schaffen.

Drei Gebäudetypen sollen mit unterschiedlichen Grundrissen auch verschiedene Zielgruppen ansprechen, sodass sich von selbst eine soziale Durchmischung unter den Mietern ergibt. Das terrassierte Gebäude dient einerseits als städtebaulicher Vermittler zwischen den Maßstäben außerhalb und innerhalb des Grundstücks, andererseits bietet es seinen Bewohnern großzügige Terrassen, die zum grünen Blockinneren orientiert sind. Eine zweite Wohnform stellen die Stadthäuser dar, die jeweils über einen Privatgarten erschlossen werden. Wohnblöcke, die auf den Stadthäusern sitzen, bilden schließlich eine dritte Wohnform. Hier schaffen es die Grundrisse, 90 % der Wohnungen zu zwei oder sogar drei Seiten zu orientieren.

Besondere Bedeutung wurde den gemeinschaftlichen sowie privaten Außenräumen beigemessen. Sie treten als abgekapselte Raumeinheiten, die wie Baumhäuser zwischen den Gebäuden stehen, in Erscheinung und prägen das Bild des Wohnquartiers. Auf einer Baumstützenkonstruktion aus Eisen sitzen die mit Lärchenholz verkleideten Kuben vor den Häusern. Über eine Brücke sind sie von der Wohnung aus zu erreichen und bieten mit 9 m² quasi ein zusätzliches Zimmer unter freiem Himmel. Zwischen den Lärchenlatten hindurch lässt sich das Treiben im Unterholz bestens beobachten.

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 12/2018
DETAIL 12/2018, Dächer

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