You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
nook architects, The Bookcase - Foto: nieve | Productora Audiovisual

Wohnen in der eigenen Bibliothek: The Bookcase von nook architects

Ein beinahe rechtwinkliges Rechteck mit einer beinahe daran anschließenden Dachterrasse. Im Grundriss sieht man der Wohnung die zahlreichen Um- und Anbauten an, die das Haus über die Jahre geformt haben. Die Bewohnerin, eine Übersetzerin und Autorin wünschte sich von den Architekten eine flexiblere Nutzung, die nichts mit der konventionellen Funktionalität von Wohnungsbauten gemein hat.

Aufbau in Zonen
Tageslicht bekommt die Wohnung an den beiden kurzen Seiten des rechteckigen Grundrisses und außerdem durch einen zentralen Innenhof. Die tragenden Wände zonieren das Apartment parallel zu den Straßenfassaden. Beginnend mit einem großen Raum, der als Arbeits-, Wohn- oder Lesezimmer genutzt werden kann, staffeln sich immer privater werdende Zimmer. Es folgt der mittig liegende Treppenraum mit dem Entree auf der einen und einem Gästezimmer auf der anderen Seite. Vom Gästezimmer aus besteht Zugang zu einem Bad, das in der gleichen Schicht wie der Innenhof und ein weiterer Aufenthaltsraum liegt. Im Herzen der Wohnung wird gekocht. Die offene Küche und das Esszimmer nehmen die komplette Breite des Grundrisses ein und bilden somit eine eigene Schicht. Abschließend folgt die privateste Zone mit zwei Schlafzimmern, Ankleidezimmer, einem Bad und dem Zugang zur Dachterrasse.

Stauraum als Hauptaufgabe
Ein Regalsystem zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Umbau. Da die Auftraggeberin viel Stauraum für ihre Bücher brauchte, wurden große Flächen in potenzielle Bücherregale umgewandelt. Die lineare Struktur, aber auch die Materialität der unsichtbar fixierten Bretter, ist angelehnt an die Ästhetik der Deckenbalken. Die Wandflächen dahinter sind allesamt in strahlendem weiß verputzt, auch um den wiederentdeckten Oberflächen eine adäquate Bühne zu geben. Alte, ornamentalen Kachelböden, Holz und Terrakotta wurden mit Arbeitsflächen aus Sichtbeton und leichten Trennwänden aus Stahl und Glas ergänzt.

Im Außenbereich konnte die Balustrade der Terrasse wieder hergerichtet werden. Der unebene Untergrund wird nun durch in der Höhe verspringende Podeste kaschiert und ist mit Terrakottafliesen gedeckt.

Kurze Werbepause

Aktuelles Heft
DETAIL 9/2018
DETAIL 9/2018, Schulen

Konzept: Schulen

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.