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tomomi kito architects, House for 4 generations, Foto: satoshi shigeta

Wohnen mit der Uroma: Innenraumrenovierung in Tokio

Holz ist das offensichtliche Überthema des «House for 4 generations» in Tokio. Am Anfang stand ein vor etwa 40 Jahren erbautes Holzhaus, in das ein junges Paar einziehen wollte. Die Funktionen des Hauses waren auf kleine, einzelne Räume aufgeteilt. Ein regelrechter Stützenwald durchzog die Räume und verstellte Aus- und Durchblicke. Die Eltern der Frau hatten schon vorher das dunkle, schlecht zu lüftende Haus bewohnt und wollten es sich in Zukunft mit dem Paar und deren Sohn teilen. Kurz vor Beginn der Renovierungsarbeiten entschloss sich auch die Großmutter, zur Familie zu ziehen.

Das Hauptaugenmerk der Planung lag auf der Verbindung der vier Generationen. Natürlich haben alle Bewohner unterschiedliche Tagesabläufe, weswegen der Fokus auf Räume gelegt wurde, die das Zusammenleben fördern.

Das Konzept verzichtet nicht auf einzelne, private Zimmer, doch es überwiegen deutlich die gemeinschaftlich genutzten Bereiche. An der Südfassade teilen sich die Schlafzimmer auf die schon bestehenden Fenster auf – für eine optimale Belichtung. Auf der Restfläche entstanden direkt miteinander verbundene, gemeinsam nutzbare Räume. So schließt der Eingangsbereich direkt an das Wohnzimmer im Erdgeschoss an und eine luftige Wangentreppe führt ebenfalls im Wohnzimmer nach oben. Kein Quadratmeter wird für Flure verschwendet.

Aber zurück zum Holz: Der statisch unsicher wirkenden, bestehenden Holzkonstruktion ist es zu verdanken, dass im Zuge des Umbaus neue Holzbalken und Sperrholzkonstruktionen zur Verstärkung angebracht wurden. Durch diese Maßnahme wurden 20 der alten Stützen überflüssig und konnten entfernt werden. So sind die offenen Gemeinschaftsräume nun auch wirklich durchwegbar und das Auge kann sich auf die mit hellem Holz verkleideten Oberflächen konzentrieren.

Im Obergeschoss hüllt die weiße, bauchig abgehängte Decke alle vier Generationen behutsam ein. Ihre sanfte Krümmung ist von den Stromleitungen inspiriert, die das Straßenbild dominieren, und verteilt das nun reichlich einfallende Tageslicht im ganzen Raum.

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