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Wohnhaus in Vnà

Nur noch 80 Einwohner zählt die Gemeinde Vnà im Unterengadin. Das Ortsbild ist intakt, die Abwanderung wurde jedoch zum Problem. Das sanfte Tourismuskonzept »Ein Dorf wird zum Hotel« soll den Ort nun beleben. Eine weitere Bereicherung stellt das Haus einer Züricher Galeristin dar, das den Zeitgeist verkörpert, sich aber an die traditionelle Engadiner Architektur anlehnt. Das skulpturale Gebäude schließt eine städtebauliche Lücke im Ortszentrum, in Körnung und Typologie orientiert es sich an der Nachbarbebauung. Wie in den historischen Bauernhäusern betritt man das Gebäude über den »Suler«, einen großzügigen Mehrzweckraum im Erdgeschoss. Die Reduzierung auf die Materialien Holz und Beton unterstreicht die karge Einfachheit. Die Betonböden sind so perfekt flügelgeglättet wie grauer Terrazzo. Außenwände aus monolithischem Dämmbeton ermöglichen Fenster, die außenbündig oder innenbündig sitzen ohne Wärmebrücken zu erzeugen. Die tiefen schräg eingeschnittenen Laibungen nehmen traditionelle Elemente auf, während die prismatisch auskragende verglaste Südostecke nur entfernt an historische Erker erinnert. Nach außen wirken die mit großformatigen Tafeln geschalten Sichtbetonfassaden abweisend, rau und kalt, auf der Innenseite sind sie in Aufenthaltsbereichen mit Fichtensperrholzplatten vertäfelt, um ein warmes behagliches Klima zu schaffen.

Foto: Valentin Jeck, CH-Uerikon
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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 5/2009

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