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Wood Loop – auf Biegen und Brechen

Es ist eines der ältesten Baumaterialien, und dennoch heute aktueller denn je: Holz verfügt über so viele positive Eigenschaften – von der Elastizität über die Zähigkeit bis zur Nachhaltigkeit – die es zum optimalen Ausgangsmaterial hochmoderner Verformungstechniken machen. In der Ausstellung "wood loop – auf biegen und brechen" im Gewerbemuseum Winterthur werden die unterschiedlichsten Varianten zur Biegbarkeit von Holz vorgestellt. Bekannte und unbekannte, neue und alte Werke aus Architektur, Design und Kunst vermitteln einen vertiefenden Einblick in eine hochaktuelle Technik. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der dreidimensionalen Verformungstechnik "dukta" und ihren unterschiedlichen Anwendungsformen. 

Ort:
 Gewerbemuseum Winterthur, Kirchplatz 14, CH-8400 Winterthur
Dauer: 26. November 2012 - 13. Januar 2013, Eröffnung 17. November 2012, 16 Uhr

dukta

Den Anwendungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten von Holz sind kaum Grenzen gesetzt, selbst vielgeschossige Wohnhäuser werden heute mit Holz realisiert. Vom Dampfbiegen bis zum Formsperrholz haben Architekten, Handwerker und Designer in den letzten hundertfünfzig Jahren zahlreiche Methoden der Verformung entwickelt: Michael Thonet, Alvar Aalto sowie Charles und Ray Eames schufen mit experimentellen Holzbiege- und Holzverformungsverfahren zahlreiche Designklassiker, von denen viele in der Ausstellung zu sehen sein werden. Dank Computertechnik und moderner Fertigungsanlagen gibt es heute zudem eine Vielzahl weiterer erfindungsreicher Techniken und Produkte: Martino Gamper, Johannes Hemann, breadedEscalope und Studio Pablo Reinoso heißen die Künstler und Designer, deren Werke das Gewerbemuseum zusammengetragen hat. 

Foto: Holzbau Amann, Hermés Pavillon, Paris
Foto: Variation von Thonet-Klassikern, Pablo Reinoso Studio
Foto: Michael Lio
Foto: Studio Floris Wubben
Foto: breaded Escalope Performance MAK
Foto: Pablo Reinoso Studio
Foto: breaded Escalope
 

Einen Schwerpunkt setzt das Museum mit der Vertiefung des neuen Einschneideverfahrens "dukta", das von den Schweizer Gestaltern Christian Kuhn und Serge Lenin entwickelt wurde. Dank der Einschnitttechnik können Holz sowie Holzwerkstoffen so flexibilisiert werden, dass dreidimensionale Verformungen möglich sind. Dies schafft die Voraussetzungen für ganz neue Produkte und Systeme aus dem Werkstoff Holz. Ein zentraler Bereich der Schau ist daher dem Verfahren "dukta" vorbehalten, das von 2009 bis 2011 Inhalt eines KTI-Forschungsprojekts der Zürcher Hochschule der Künste (Institut für Design & Technologie), der Berner Fachhochschule in Biel (Abteilung Holz und Bau) und der Schreinerei Schneider AG in Pratteln war.

 

Fotos: dukta

Im "Atelier dukta" kann man Projekte und Produkte sehen, die verschiedene Designer, Architekten und Künstler speziell für die Ausstellung entwickelt haben: Gramazio & Kohler, Annette Douglas Textiles, Vincenzo Baviera, fries & zumbühl, Christopher T. Hunziker, Beat Zoderer und greutmann bolzen designstudio.

Ein Werkstattbereich ergänzt die Schau und lädt zum eigenen Erproben von oder Experimentieren mit "dukta" und anderen Verformungsverfahren ein.

Weitere Informationen: www.gewerbemuseum.ch/dukta

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