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Zentrum für Virtuelles Engineering (ZVE)

Showcase für die Planungsmethoden der Virtual Architecture

Das Zentrum für Virtuelles Engineering des Fraunhofer IAO in Stuttgart wird als Demonstration für neue Planungsmethoden und innovative Gebäudekonzepte realisiert - ein Beispiel für das "Living Lab" der Zukunft.

Auf dem erweiterten Gelände des Fraunhofer Institutszentrums in Stuttgart-Vaihingen entsteht seit August 2009 nach den Plänen von UNStudio und ASPLAN der Neubau des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Das Zentrum für Virtuelles Engineering (ZVE) dient als Haus der Wissensarbeit künftig als Plattform für die Erforschung, Entwicklung und Erprobung neuer Technologieanwendungen in den Themenfeldern Virtuelles Engineering, digitale Produktentwicklung und Produktentstehung, sowie dazu, die Optimierung von Arbeitsstrukturen und Prozessen in der modernen Wissensgesellschaft vereinen.

Integriertes Gebäudemodell
Integriertes Gebäudemodell

Auf vier Ebenen und ca. 3600 m² entstehen hier zukunftsweisende Labors und Arbeitsumgebungen. Die prägnante Gebäudestruktur basiert auf der Systematik abwechselnd angeordneter eingeschossiger Bürobereiche und doppelgeschossiger Forschungslabors, die jeweils ohne trennende Wandscheibe um ein offenes und von Licht durchflutetes Atrium angeordnet sind. Die Geschossebenen werden dabei von der sich durch das gesamte Gebäude vertikal fließenden Treppe miteinander verbunden. Der Entwurf bietet dadurch kommunikationsfördernde Strukturen für performante Wissensarbeit und ermöglicht die Erforschung und Umsetzung innovativer Arbeitsformen. Im Zeichen der angewandten Forschung und des Technologiemanagements integriert das Gebäude darüber hinaus zahlreiche Innovationen wie zum Beispiel den Einsatz neuer Materialien und zukunftsweisender Technologien. Dies gilt zum einen für die Planung und bauliche Ausführung des Gebäudes unter anderem durch die Partner des Innovationsnetzwerks FUCON, zum anderen auch für die zukunftsweisende Gestaltung der Raumorganisation, Büros und Labors für die Wissenschaftler als, "Living Labs" zur Erforschung neuer Arbeitslösungen. Die Bau- und Planungskosten von 14 Millionen Euro werden unter anderem von Bund und Land getragen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Herbst 2011 geplant.

Virtuelle Planung 

Da das ZVE auch selbst als Demonstrationsgebäude für eine neue und innovative Planung stehen soll, wurde schon bei der Zusammenstellung des Planungsteams darauf geachtet, dass alle beteiligten Partner Expertisen im Bereich der 3D-Planung nachweisen konnten. Damit wurde sichergestellt, dass alle Planungsschritte, vom ersten Vorentwurf an, in Virtual Reality (VR) zur Verfügung standen.

Man entschied sich für die Architekten von UNStudio, welche sich durch die Planung des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart im Bereich der Virtuellen Planung bereits auszeichneten. Zusätzlich wurde das Architekten-Team von ASPLAN aus Kaiserslautern in die Planung einbezogen. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, dass, ähnlich wie in anderen produzierenden Branchen, auch im Bauwesen auf den Bauprozess zugeschnittene Zusatzfunktionalitäten von Planungswerkzeugen sowohl technisch als auch wirtschaftlich greifbar sind: Bereits von Beginn an wurde mit dreidimensionalen digitalen Planungsdaten gearbeitet, um die Varianten jederzeit simulieren und in Echtzeit in den Virtual-Reality-Räumen (vollimmersiven 6-Seiten CAVE "HyPI-6") des Instituts erleben zu können.

Das innovative Bauvorhaben wurde demnach durch einen durchgängigen digitalen Entstehungsprozess begleitet. Auf diese Weise konnte das Institut mit ASPLAN und UNStudio schon während der Planungsphase neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen setzen: Auf der BAU 2009 wurde der geplante Instituts-Neubau mit dem Vorzertifikat des "Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen" in Gold ausgezeichnet.

Copyright Text und Abbildungen: Fraunhofer IAO; FUCON

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