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Ausstellung, München, Ludwig II, TU München

Zwischen Realität und Fantasie: Ludwig II. und die Architektur

Wenn man an Ludwig II. denkt, kommen einem eher die prunkvollen Schlösser Neuschwanstein oder Linderhof in den Sinn. Häufig bleiben die zahlreichen anderen Bauprojekte unbeachtet. Die enorme Vielfalt der Bautätigkeiten unter Ludwig II. wird in der Ausstellung »Königsschlösser und Fabriken – König Ludwig und die Architektur« vorgestellt.

Als übergroßes Eingangsbild wurde ein Foto des Innenraums vom Königshaus auf dem Schachen gewählt. In Kabinetten , die an das Innere eines Schlosses von Ludwig II. erinnern, wird jeweils ein Thema vorgestellt. Unterschiedliche Raumformen und Bordürenfarben unterstreichen die einzelnen Themen. Durch die Aneinanderreihung der Kabinette entsteht zudem der Eindruck, als wandle man in der Enfilade eines Schlosses. Dioramartige Fenster vergleichen aktuelle, hinterleuchtete Fotografien von Ulrike Myrzik mit den historischen Bauplänen in den Kabinetten.

Die Ausstellungsarchitekten wollen mit der Verdichtung der Räume an die Verdichtung der Städte zur Zeit Ludwigs II. anknüpfen. Durch kleine »Hintertüren« kann man die Kabinette verlassen und gelangt so in dahinterliegende, kleinere, aber helle Räume. Dort sind studentische Arbeiten der TU München zu sehen.

König Ludwig II. baute seine Schlösser nicht zur Schaustellung von Macht und Reichtum, sondern um sich in Fantasiewelten zu flüchten. Die Vielfalt dieser Fantasiewelten kann man im letzten großen und ebenfalls hell gestalteten Raum sehen. Zum Schluss des Rundgangs werden hier die Schlösser des Königs und deren Themen - mittelalterliche Sagenwelt, Ancien Régime und die orientalisierende Architektur- gezeigt. Man bewegt sich von den dunklen, kleinen Kabinetten in einen großen, hellen Raum und nimmt eine komplette räumliche Stimmungsänderung wahr. Dort kann man sich in die Fantasiewelten des Königs flüchten und verstehen, war ihn daran so faszinierte.

Eine räumlich sehr gelungene Ausstellung, die dem Besucher viele neue und realistische Seiten des Königs der Fantasie zeigt.

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Weitere Informationen:

Direktor:
Andreas Lepik
Kuratorin:
Katrin Bäumler
Ausstellungsarchitektur: Studio Weave London, Je Ahn, Klara Bindl, Esther Escribano
Ausstellungsgrafik:
Hanne Aechter
Kinderparcours: Klara Bindl und Maike Backhaus

Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 11/2018 mit dem Themenschwerpunkt »Licht und Raum«.

Weitere Artikel zur Ausgabe DETAIL 11/2018 finden Sie hier.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2018
DETAIL 11/2018, Licht und Raum

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