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AllesWirdGut, Interview, Corona

Alltag im virtuellen Raum

Wie hat sich der Alltag in Ihrem Büro verändert?
Unser Optimismus ist ungebrochen! Durch die aktuellen Einschränkungen und Veränderungen des täglichen Lebens werden unsere bisher vorhandenen und ganz selbstverständlich empfundenen Freiheiten und Möglichkeiten erst wieder bewusst.
Technisch funktioniert alles einwandfrei. Nichtsdestotrotz – Architektur ist ein Teamsport und Arbeit ist weit mehr als nur Leistung abliefern. Wir vermissen das direkte Miteinander, die gemeinsamen Mittagessen in unserer Kantine, das laute Geschrei am Wuzzler (Tischkicker), das After-Work-Bier am Gehsteig,… Die Technik versucht uns im Alltag so gut es geht zu unterstützen, aber gerade bei schwierigen Team-Entscheidungen muss man einander auch mal tief in die Augen sehen können.

Wie gehen Sie mit der Corona-Krise um – laufen Ihre Projekte weiter?
Es hat exakt 8 Stunden, zwei Autos und die Zusammenarbeit aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebraucht, um das ganze „Graffel“ (Hardware) nach Hause zu transportieren und Homeoffice für alle zu ermöglichen. Nur unser IT-Manager hatte anschließend noch etwas Tuning bis spät in die Nacht zu erledigen. Seither arbeiten wir beinahe vollständig von zu Hause. Mit unseren Projektpartnerinnen und Projektpartnern sowie mit Auftraggeberinnen und Auftraggebern, sind wir weiterhin via Telefon und E-Mail in Kontakt. Konferenzen und kleinere Besprechungen finden, sofern nicht verschoben, in Form von Video- und Telefonkonferenzen statt.
Außerdem – „BIM is magical“ – wir arbeiten so gut es geht im 3D-Modell am Computer. Und wenn der Klebstoffentzug unerträglich wird, schleichen wir uns heimlich und einzeln in das Büro, um unserem ungebrochenen Drang nach echtem Styropor nachzugeben. Ständiges Händewaschen beschert uns aktuell die saubersten Arbeitsmodelle.

Welche Tipps können Sie Kollegen geben?
1. Pyjama morgens ausziehen, oder Laptopkamera ausschalten!
2. Für all jene, die wie wir einen ungebrochenen Drang zum Modellbau verspüren und auch daheim tätig werden wollen – hier ein Rezept für Knetmasse zum Selbermachen:
– 400 g Mehl
– 200 g Salz
– 2 EL Zitronensäure oder 2 TL Weinsteinsäure
– 500 ml kochendes Wasser
– 3 EL Speiseöl
– Lebensmittelfarbe
Alles mit dem Mixer vermengen und los geht’s mit dem Modellbauen.

Was haben Sie sich vorgenommen für die Zeit nach der Quarantäne?
Für die Zeit nach Corona erwarten wir getreu unserem Motto eine wahre Explosion der Lebensfreude.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
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