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VAI, Architekturmuseum, Belgien

Architekturmuseen als virtuelle Räume (Teil 3): Belgien

Flämisches Architekturinstitut
Das Vlaams Architectuurinstituut (VAi) in Antwerpen legt seinen Fokus auf Architektur aus Flandern und Brüssel. Am meisten haben die Ausstellungsmacher nach der Schließung durch Corona den mangelnden Austausch mit ihren Besuchern bedauert. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses war die Ausstellung Re-Practice Re-Visit Re-Turn mit Arbeiten der Architekten DeVylder Vinck Taillieu noch immer geschlossen, die drei Folge-Schauen über von Schenk Hattori, Sugiberry und Juliaan Lampens in den Herbst verschoben, ebenso die Vortragsreihe Across.

Doch aller Widrigkeiten zum Trotz, sieht das VAi die Zwangspause auch als Chance zur Selbstreflexion: Wie kann die Sammlung des Museums besser digital verfügbar gemacht werden? Welche Schulungen brauchen die Mitarbeiter dafür? Wie kann langfristig ausreichend Zeit geschaffen werden, um Inhalte in die Datenbank einzupflegen? Wie muss sich die Öffentlichkeitsarbeit ändern, um die zahlreich geplanten Aktionen im Herbst wirksam zu verbreiten?

Etliche Schritte sind bereits getan: So stellt das Museum thematisch sortiert Online-Vitrinen zur Verfügung, mit Architekturmodellen, Zeichnungen und Plänen aus dem riesigen Archiv des Museums. Bislang diente in erster Linie der Lesesaal des VAi diesem Zweck. Unter dem Titel VAi@Home sind diverse weitere digitale Angebote zusammengefasst: virtuelle Ausstellungsbesuche, Anleitungen zum Basteln, Zeichnen und Malen für alle Altersgruppen, Filme mit Interviews und Talks und eine Landkarte mit spannenden zeitgenössischen Gebäuden, die einen Besuch wert sind.

Zusammen mit zwei weiteren Architekturinstitutionen, dem Brussels Centre for Architecture and Landscape (CIVA) und dem Institut Culturel d’Architecture Wallonie-Bruxelles (ICA) hat das VAi einen Aufruf an Planer, Denker und Designer gerichtet, sich mit der Frage auseinandersetzen, die zurzeit omnipräsent ist: Wie wird sich die Krise auf die Räume der Zukunft auswirken? In einer Veröffentlichung sollen die Ergebnisse, die Ende Juni eingingen, präsentiert werden. Eine andere Veröffentlichung ist bereits gedruckt: Das Flanders Architectural Review No14, das alle zwei Jahre herausgegeben wird und sich mit den brennenden Themen des Architekturgeschehens befasst. Eigentlich hätte das Werk bei einem Festvortrag präsentiert werden sollen. Weil der nun ausfiel, wird in allen verfügbaren sozialen Kanälen darauf aufmerksam gemacht und auch in einer Radiosendung soll das Schriftwerk vorgestellt werden.

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