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Architekturmuseen als virtuelle Räume

Architekturmuseen als virtuelle Räume (Teil 4): Kanada

Schon vor Beginn von Covid-19 hatte das CCA eine digitale Transformation durchlaufen. Dabei ging es nicht darum, digitale statt analoger Mittel zu benutzen; uns interessierte vielmehr, wie eine Kulturinstitution mit Hilfe von digitalen Plattformen mit einer Öffentlichkeit ins Gespräch kommen kann, die auf der ganzen Welt verstreut ist.

Die Pandemie hat die Erprobung und Nutzung der digitalen Infrastruktur beschleunigt. Die Herausforderung, der sich viele Institutionen gegenübersehen, sind die unbekannten Formate und die Entwicklung einer Sprache und Form, die für diese Medien spezifisch sind. Vorträge und Ausstellungen sollten nicht direkt in digitale Räume übertragen werden.Als Forschungszentrum und Museum, das sich intensiv mit der Rolle der Architektur in der Gesellschaft befasst, hat das CCA verstanden, dass jeder Raum, ob physisch oder digital, andere Überlegungen und ein anderes Verständnis seiner Nutzung erfordert.

„Für uns ist eine Ausstellung nur ein Werkzeug, um etwas zu vermitteln. Dies kann in Form von Artikeln, Videos, Büchern sein. Im Gegensatz zu vielen anderen kulturellen Institutionen hatten wir nicht den Impuls Inhalte einer Ausstellung ins Netz zu verschieben. Es gibt andere Wege, sich in neuen digitalen Formaten auszudrücken: durch online veröffentlichte Webartikel, Podcasts oder Dokumentationen. Außerdem können mit diesen Mitteln Themen umfangreicher behandelt werden. Sie erweitern den Diskurs durch verschiedene Medien, die zu unterschiedlichen Zeiten genutzt werden können. Bei unserem vielfältigen Publikum findet das Anklang “, erklärt Giovanna Borasi, die im Januar 2020 die Leitung der CCA übernahm.

Das CCA arbeitet mit einer Vielzahl von Formaten und spricht unterschiedlichste Themen an. Das hat den Dialog auf ein internationales Publikum erweitert. „Wir müssen unsere Arbeit für eine Gemeinde in Betracht ziehen, die größer ist als die in Montreal, einfach wegen der Vielfalt der Themen, mit denen wir uns befassen. Schauen wir uns zum Beispiel unser Programm für 2020 an: Wir arbeiten derzeit an einem multidisziplinären Forschungsprojekt „Centering Africa - Postcolonial Perspectives on Architecture“, das sich über die nächsten Jahre erstreckt und ein breites Spektrum an Fachwissen erfordert. Gleichzeitig werden wir uns zusammen mit zwei eingeladenen Architekturbüros, Rural Urban Framework (Hongkong) und 51N4E (Brüssel), mit der Frage des Kontexts und der neuen Ökologie in der Architekturpraxis befassen. Zum Projekt mit dem Titel „The Things Around Us“ gibt es eine Veröffentlichung, eine Reihe von Webartikeln und am 15. September eröffnet dazu eine Ausstellung. Kuratiert hat sie Francesco Garutti, CCAs Kurator für zeitgenössische Architektur. Wir setzen auch thematische Erkundungen fort und eröffnen neue Perspektiven indem wir die Gespräche unseres CCA-C / O-Programms fortführen: in Tokio mit Kayoko Ota und in Buenos Aires mit Martin Huberman.

“Kuratorische Werkzeuge, wie Ausstellungen, Sammlungen, Veröffentlichungen, Programme und digitale Medien müssen so entwickelt werden, dass sie sowohl physisch als auch virtuell leichter erlebbar sind. Inhalte, die beide Frameworks berücksichtigen, ermöglichen eine digitale Verbindung zur Öffentlichkeit und die Überschreitung geografischer Grenzen. Unsere Ziele sind die Verbesserung der Digitalisierung von Archivmaterial; virtuelle Forschungsstipendien; offene Online-Sitzungen für Studierende; Zoomtermine mit Zugang zur Sammlung; digitale Workshops für Kinder und Jugendliche.Ein erweiterter redaktioneller Webplan mit audiovisuellen Inhalten und die jährliche Spendenaktion der CCA wurden als digitale Gala unter dem Titel The Self Is Not Enough veranstaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dies sind nur einige der neuen Formate, die aus dieser jüngsten Überlegung hervorgehen.

Architekturmuseen als virtuelle Räume (Teil 1): Deutschland
Architekturmuseen als virtuelle Räume (Teil 2): Schweiz
Architekturmuseen als virtuelle Räume (Teil 3): Belgien

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