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Bienenstock, Treppenhaus ins Nichts? Neues Wahrzeichen für New York!

Die New York Times erklärte das Konstrukt gleich mal zu New Yorks größtem Rorschachtest, schlicht, weil die vorgestellten Renderings so viel Raum für Interpretationsmöglichkeiten bietet. Vom Treppenhaus ins Nichts über einen gigantomanen Papier- oder Bienenkorb bis zu einer Neuinterpretation von M.C. Eschers Treppen-Irrgärten reichten die ersten Kommentare.

Dennoch: Investor und Auftraggeber, Milliardär Stephen M. Ross, mit der Oxfort Properties Group treibende Kraft hinter der Entwicklung des neuen Stadtteils Hudson Yards, freut sich auf die Realisierung des Projekts, hatte er zuvor doch die Qual der Wahl aus Entwürfen, von denen keiner ihn überzeugen konnte. Erst der britische Architekt, Künstler und Designer Thomas Heatherwick tat den großen Wurf: Sein »Vessel« (Gefäß) wird nun umgesetzt.

45 Meter Höhe mit 16 Stockwerken, 2.500 Stufen, verteilt auf 154 ineinandergreifende Treppen, 600 Tonnen schwer - Vessel soll einfach den Besuchern spannende Ein- und Ausblicke ermöglichen und Herzstück der bis 2025 entstehenden Gebäudekomplexe mit Wohnungen und Bürogebäuden sowie großflächigen Parks in Hudson Yards werden.

Auf der Grundfläche hat das Gebäude einen Durchmesser von 15 Metern, der sich nach oben auf gut 45 Meter vergrößert. Die Bauelemente aus bronziertem Stahl und Beton werden extra im italienischen Monfalcone angefertigt. Bei der Vorstellung des Projekts zeigte sich New Yorks Bürgermeister laut New York Times überzeugt: »Vessel wird debattiert und diskutiert werden, von jedem erdenklichen Blickwinkel.« Zu Heatherwick gewandt:  »Thoms, wenn Du 100 New Yorker triffst, wirst Du 100 unterschiedliche Meinungen zu der wundervollen Arbeit hören, die Du geschaffen hast!«

Thomas Heatherwick, den indische Brunnen mit Hunderten von Stufen unter die Erde zu seinem Entwurf inspirierten zu »Vessel: »Als ich ein Student war, habe ich mich in eine alte, nicht mehr genutzte Treppe außerhalb einer lokalen Baustelle verliebt. Sie hat meine Phantasie angeregt, ich liebte, dass sie teils Möbel und ein Teil Infrastruktur war. Man konnte hochklettern, darauf hüpfen, tanzen, darauf müde werden und sich darauf ausruhen.« Entsprechend sein Wunsch, dass die New Yorker mit »Vessel« ein ähnliches Erlebnis bekommen - »eine freie Bühne für die Stadt, ein neuer Treffpunkt für die New Yorker und alle Besucher.«

Das Bauwerk wird rund 150 Millionen US-Dollar kosten - und Investor Ross kann das ganze Jahr Weihnachten feiern. Denn auch er lieferte laut New York Times eine ganz eigene Interpretation für »Vessel« : »Der wichtigste Ort in der Weihnachtszeit in New York ist das Rockefeller Center. Ich wollte einen Weihnachtsbaum fürs ganze Jahr.«

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