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Building Information Modeling und Digital Prototyping für den Menschen

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Tag 2 an der Autodesk University AU 2011: Neben den Themen CAD für das Bauwesen sind der Design- und Maschinenbausektor wesentliche Bestandteile der über 1.000 Fachforen und Veranstaltungen auf der Konferenz. DETAIL ist vor Ort und berichtet von der Veranstaltung.

Bei immer größerer Komplexität der Projekte einerseits und mit steigendem Zeit- und Kostendruck andererseits hat sich das Building Information Modeling, kurz: BIM, in der Planung weiter durchgesetzt. Was am Anfang eher als mühsame Fleißarbeit gesehen wurde – die Daten zu modellieren und dreidimensional umfassend aufzubereiten – erweist sich inzwischen vor allem für Großprojekte als effizient.

Umplanungen lassen sich zügig realisieren, alle Fachplaner arbeiten mit dem gleichen Gebäudemodell, was Fehlplanungen vermeidet und nachgewiesen Kosten spart. Einer der „Global Player“ im Bereich BIM ist Gehry Technologies. Als Dienstleister ist das Unternehmen weltweit für namhafte Architekten, Ingenieure und Projektentwickler tätig. Dennis Shelden von Gehry Technologies sprach heute auf dem Podium zum Thema. Sein Credo: „Der Architekt hat kaum Möglichkeiten, zu verfolgen was mit seinem Gebäude nach der Fertigstellung passiert. Er kennt selten die Nutzer. Aber die Daten eines BIM-Modells und die durch den Planungsprozess bedingte Vernetzung der Projektpartner lassen eine Verbindung entstehen, die auch noch nach der Fertigstellung funktionieren kann. Das ist die Herausforderung an alle, die mit BIM arbeiten.“

Digital Prototyping ist vor allem im Maschinen- und Automobilbau beheimatet. Anders als beim Rapid Prototyping, wo es um die schnelle physische Umsetzung eines digitalen Modells geht – zum Beispiel im Modellbau – ermöglicht das Digital Prototyping umfassende Tests am digitalen Modell selbst. Das kann vom Erdbebentest einer Tragstruktur bis zum Crashtest eines Autos gehen. Großer Vorteil des Digital Prototyping: die geringen Entwicklungskosten, da kostspielige physische Arbeitsmodelle großteils entfallen. Produktentwicklung wird so bezahlbar.

Überschaubare Kosten ermöglichen hochspannende Startups. So auch das Unternehmen von Adam Booher, Illini Prosthetic Technologies. Die Non-Profit-Organisation hat sich auf bezahlbare und individualisierte Armprothesen spezialisiert. Auf dem Podium stellte Produktentwickler Booher heraus, dass vor allem in von Krieg und Unruhen erschütterten Regionen viele Opfer auf Armprothesen angewiesen sind: „Es gibt 25 Millionen Amputierte auf der Welt und lediglich 2 Prozent von ihnen erhalten die Hilfe, die sie brauchen.“

Die Hilfe von ITP ist unkonventionell. Nachdem einmal der Armstumpf des Kunden vermessen wurde, erfolgt die individuelle Anpassung am Computer. Im Ergebnis erhalten die Menschen eine funktionale Prothese (die „Open Socket“), die ihnen ein großes Stück Lebensqualität zurückgibt. Das junge Unternehmen hat Videos zu einigen Projekten online gestellt: vimeo.com/supportipt

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