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Der Designbegriff ist nach wie vor dehnbar - diesmal beim Thema Küche

 

Es ist doch immer wieder schön, dass es neben den vielen interessanten und ernsthaften Gesprächen auch mal wieder einen kleinen Anlass zum Schmunzeln gibt. So geschehen auf der natürlich reichlich besuchten Pressekonferenz, auf der Jette Joop höchstselbst ihre erste selbst designte Küche vorstellte. Nein, ernsthaft: Es ist schon arg verwunderlich, dass eine durchaus gestandene und selbstbewusste Frau wie Jette Joop, in erster Linie Schmuckdesignerin, aber auch in Sachen Tapeten, Stoffe, Farben, Bettwäsche etc. unterwegs, sich allen Ernstes vor versammelter Menschenmenge dazu hinreißen lässt, von männlicher Dominanz im Küchendesign zu sprechen und damit indirekt die Weibchen wieder an den rosa getönten, mit Vögelchen und Blümchen verzierten Zuckergussküchenherd zu entsenden - auf dem zu allem Overkill auch noch eine weiße Zuckerguss-Herzchen-verzierte "Mädchentorte" (Zitat Joop) lockt und - nein, ist alles kein Luxus - der Rose-Champagner als Deko dient. Da hilft auch der Hinweis nicht, dass das Design mit den nach innen abgeschrägten Außenflächen aus dem Automobilbau und dem Schmuckdesign kommt. Entschuldigung, aber das musste auch mal gesagt werden.

Nina Shell

 

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