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We+, Drought chair, Masayuki Hayashi

Drought-Stuhl von Designstudio we+

Das japanische Designstudio we+ entwickelt einen Stuhl, den es als »Drought« (Dürre) bezeichnet. Im Herstellungsprozess des Bronzestuhls wird ein natürlicher Entwässerungs- bzw. Trocknungsprozess genutzt. Die Idee dahinter ist, einen temporären Zustand in ein unveränderbares Möbelstück zu transformieren. Die unverwechselbare Textur und Form entsteht in einer Gießform, die aus einer Mischung aus Wachs und stark absorbierendem Harz besteht. Mit Wasser gründlich durchgetränkte Harzkugeln schrumpfen von etwa 10 mm bis zum 1 mm im Durchmesser während des Trocknungsprozesses. Nachdem sie zusammengeschrumpft sind, werden sie aus dem Wachs herausgenommen.

Die luftige Struktur täuscht über das tatsächliche Material erst hinweg. Das schwammartige Aussehen des Metalls könnte wohl durch fleißige Architekturtheoretiker im Sinne der Stoffwechseltheorie von Gottfried Semper interpretiert werden: Als Teil eines architektonischen Umwandlungsprozesses findet im Laufe der Architekturgeschichte ein Prozess der Übertragung von einem Material auf das andere statt. Dabei werden die Eigenschaften des einen Materials zu dekorativen Elementen bei dem anderen Material. Es ist aber auch möglich, dass die Designer einfach von der Idee einer »Zeitbeherrschung« fasziniert waren.

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