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Holcim Award für realities:united

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Preisgekrönter Entwurf: Rund 500 Entwürfe für das Denkmal der Freiheit und Einheit in Berlin existieren bereits - dieser holte sich jetzt den Hauptpreis des Holcim Award.

Gerade wurde in Mailand das Projekt "Flussbad" der Berliner Architekten und Künstler realities:united mit dem Holcim Award ausgezeichnet, der mit immerhin 100.000 US-Dollar als einer der renommiertesten und am höchsten dotierten Architekturpreise der Welt gilt.

Nach den Vorstellungen von Jan und Tim Edler sollen ab dem Jahr 2018 die Bauarbeiten beginnen, mit denen der westliche Arm der Spree entlang der Berliner Museumsinsel in ein frei zugängliches Schwimmbecken mit einem vorgeschaltetem Biotop zur Wasserreinigung umgewandelt wird.

Auf etwa 750 Metern Länge soll der Kupfergraben – zwischen Schlossplatz und Bodemuseum – in Abschnitten über Ufertreppen für Schwimmer und Spaziergänger zugänglich gemacht werden. Das Spreewasser wird durch eine Kombination aus Veränderungen am Abwasserkanalsystem entlang des Flussabschnitts und einem 780 m langen Pflanzenfilterbecken im oberen Kanalabschnitt auf Badegewässerqualität gebracht.

Tim Edler: „Die geplante Umnutzung bedeutet vor allem eine funktionale Wiederbelebung des Flussabschnitts, der für die Stadt Berlin seit etwas mehr als 100 Jahren keine produktive Funktion mehr hat. Ein Hauptanliegen des Vorhabens besteht in der Rückkehr zur traditionellen Praxis, den Fluss als aktives Mittel für die Stadtentwicklung zu begreifen und einzusetzen. Die einseitige Widmung des Flusses als Verkehrsweg und Abwasserkanal, wie sie heute besteht, bietet dafür keine Perspektive mehr.“

Nebenbei hoffen die Initiatoren, dass dieses Projekt die ökologische Bewusstseinsbildung in Bezug auf die Spree fördert und Berlin dazu anspornt langfristig die Praxis der Einleitung von ungeklärten Abwässern hinter sich zu lassen.

Jury Mitglied Lucy Musgrave: „Das Projekt ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie man solche innerstädtische Situationen weiterentwickelt, wo es ein hohes Maß an denkmalgeschützter Substanz gibt, und wo bisher aber die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung übersehen wurden.

Weitere Preise wurden an die spanischen Architekten Carlos Arroyo Arquitectos (Silber) und die französischen Architekten Philippe Rizzotti Architects (Bronze) vergeben. Anerkennungen gingen an das Holländische Büro De Stuurlui Stedenbouw, die Berliner Architekten Barkow Leibinger in Kooperation mit Schlaich Bergermann und Partner, an die Berliner Architekten Sauerbruch Hutton in Kooperation mit Arup und Experientia und an das Schweizer Büro Gramazio & Kohler von der ETH Zürich.

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