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Tiago do Vale Architects, Dovecote Granary, João Morgado

Lebendige Tradition: Dovecote-Granary von Tiago do Vale

Der luftige Holzpavillon von Tiago de Vale ist ein Ort der Ruhe und Kontemplation. Das Haus ersetzt zwei traditionelle Getreidespeicher aus dem 19. Jahrhundert. Zwei alte Granitsockel, die als Fundamente für das neue Haus dienen, erinnern an die ehemalige Nutzung. Unter einem gemeinsamen Dach befand sich früher ein Taubenschlag; der Raum zwischen den beiden Speichern wurde zur Trocknung von Getreide genutzt. 

Die Altbauten aus Eichenholz befanden sich allerdings in einem schlechten Zustand. Die Bautypologie ist in Portugal »immer noch Teil unseres kollektiven Gedächtnisses«, so Tiago do Vale. Da die alte Konstruktion nicht mehr gerettet werden konnte, wurde sie vollständig dokumentiert, um anschließend rekonstruiert zu werden. Der kleine Neubau verneigt sich vor den vernakulären Architekturen der Minho-Privinz im Norden von Portugal: Die Architekten vergleichen das Prinzip der Rekonstruktion mit den japanischen Schreinanlagen aus Holz, die periodisch neu errichtet werden. Dadurch kann die historische Bauweise trotz des vergänglichen Materials über Jahrhunderte aufrechterhalten werden. 

Da die landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr erforderlich war, beinhaltet der Wiederaufbau auch eine Nutzungstransformation: Die Räume ohne einen spezifischen Zweck werden absichtlich großzügig gestaltet. Zwei kleine Holztreppen führen zu beiden Getreidespeicherteilen; eine Innentreppe erhebt sich zum ehemaligen Taubenschlag, um den ehemals verschlossen Raum zu öffnen.

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