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Marco Casagrande, Forest Temple, Juozas Masiulis

Natur der Architektur: Forest Temple in Litauen

Die Trennung von Architektur und Natur vollzieht sich wohl in dem Bereich, wo Natur und Kultur isoliert voneinander betrachtet werden. Spätestens seit der Aufklärung ertönt in regelmässigen Abständen der Aufruf des modernen Menschen – »Zurück zur Natur!«. Eine scheinbar unauflösliche Trennung besteht seitdem zwischen der Kultur der Moderne und der heilenden Kraft der nicht präparierten Natur, an welche schon John Ruskin seinerzeit appellierte. Wann wird aber die Natur zur Kultur? Die Grenze ist fließend. Schließlich ist der Mensch selbst sowohl ein Teil der ersten als auch der Erschaffer der letzten.

Drei Architekten unter Leitung von Marco Casagrande aus Finnland haben eine Gruppe mit dem Namen »Constructive Shamanism« ins Leben gerufen, um gemeinsam mit interessierten »Künstlern, Handwerkern, Architekten, Fotografen, Yogis und Kindern« einen meditativen Rückzug in die unberührte Natur zu vollziehen. Dabei wird die Architektur zu einem schamanistischen Ritual erhoben: Ein Waldtempel war das Ergebnis einer beispielhaften kollektiven Architektur-Performance, die letzten Sommer in Litauen stattfand. Der Raum, der dabei entstand, ist ein höchst symbolischer: Er hat keine Wände oder Decken; er schützt auch nicht vor Kälte oder vor wilden Tieren. Es handelt sich vielmehr um eine Metapher. Dieser Raum muss eine Architektur mit einer höheren kulturellen Bedeutung sein.

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