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Corona, bkp GmbH, Covid-19

Neue Chancen? So geht das Archtekturbüro bkp GmbH mit der Corona-Krise um.

Wie hat sich der Alltag in ihrem Büro verändert?
Eva Boss: Als papierloses Büro arbeiten wir bereits seit einigen Jahren fast ausschließlich digital – ob im Office oder von Zuhause. Daher war es für uns keine große Umstellung, in der aktuellen Situation noch mehr remote zu arbeiten. Wir haben uns jedoch sehr früh schon in Teams aufgeteilt: Eine Hälfte der Kollegen ist im Homeoffice und der andere Teil ist im Büro. So haben alle genügend Abstand. Nach zwei Wochen wird gewechselt, so dass eine mögliche Ansteckung vermieden werden kann. Wichtig ist uns, dass wir trotzdem im engen Austausch bleiben. Jeden Morgen starten wir deshalb mit einem Videocall mit allen Teammitgliedern in den Tag. Da kann jeder erzählen, wie es ihm geht, was er erlebt hat und was ihn beschäftigt. Im Anschluss werden projektrelevante Themen besprochen. Dieses neue Ritual führt dazu, dass wir uns untereinander trotz der Distanz sogar noch besser kennenlernen, weil alle dabei sind und jeder zu Wort kommt.

Wie gehen Sie mit der Corona-Krise um – laufen Ihre Projekte weiter?
Unsere Projekte und Baustellen laufen aktuell weiter. Auch die Planung geht wie gewohnt voran, lediglich mancher Projektstart verzögert sich. Für unsere Workshops haben wir inzwischen sehr gute Digitalformate entwickelt, mit denen wir diese interaktiven Meetings mit unseren Kunden auch online umsetzen können. Natürlich planen wir perspektivisch, schauen aber jede Woche neu, was passiert und sich verändert. Wichtig ist uns, in Kontakt mit Kunden und potenziellen Neukunden zu bleiben und mit Neuigkeiten und aktuellen Projekten auf unserer Website, in den Social Media und weiteren Kanälen präsent zu sein. Hierfür nutzen wir die jetzige Zeit, in der viele Mitarbeiter unserer Kunden ebenfalls zu Hause arbeiten, um die fertig gestellten Arbeitswelten zu fotografieren und zu veröffentlichen.

Welche Tipps können Sie Kollegen geben?
Teamspirit ist für uns gerade jetzt ein wichtiger Faktor. Der Austausch mit den Kollegen kann durch neue Rituale, wie z.B. ein Morningcall oder eine gemeinsame Online-Mittagspause gefördert werden. Wir glauben, dass das auch für unsere Kollegen ein wichtiges Tool sein kann.
Außerdem nutzen wir die Zeit, um unseren digitalen Auftritt neu zu denken, unsere Workshop-Formate zu optimieren und neue Visionen für die Zeit nach Corona zu entwickeln.

Was haben Sie sich vorgenommen für die Zeit nach der Quarantäne?
Die Vorteile der Digitalisierung möchten wir verstärkt in unseren Projekten nutzen und hier als Berater für unsere Bauherren fungieren. Wir sehen uns grundsätzlich als eine Art „Lebensstil-Berater“ und möchten nach der Quarantäne noch aktiver unser Know-how für unsere Kunden nutzbar machen. Wir glauben, dass die erzwungene Entschleunigung, das Homeoffice und die selbstbestimmtere Zeiteinteilung auch ein Zugewinn für uns alle ist. Dieses „gute Gefühl“ und die von vielen jetzt neu entdeckte Achtsamkeit möchten wir mit unserer Arbeit weiter fördern. In unserem aktuell laufenden Studentenwettbewerb zum Thema „The Feel Good Place“, den wir bereits im letzten Jahr ins Leben gerufen hatten, geht es genau darum. Aus diesem Grund sind wir sehr gespannt auf die Ergebnisse und Ideen der Studenten.
Auch in unserer täglichen Arbeit möchten wir Online-Videocalls weiter beibehalten und so nachhaltiger werden, in dem wir auf diese Weise auf manche Reise verzichten können. Darüber hinaus freuen wir uns aber natürlich, auch wieder auf das „echte“ Miteinander, sowohl mit dem ganzen Team als auch mit unseren Projektbeteiligten und Kunden.

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