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Pool Leber Architekten, München Allach, Bahnhofsplatz

Neuer Dreh- und Angelpunkt: Bahnhofsplatz in München Allach

Farbiges Licht strahlt den Pendlern und Umsteigern am Bahnhof Allach entgegen. Der Münchener Bezirk Allach-Untermenzing liegt im Nordwesten der Stadt und die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes soll auch ein neues Zentrum mit hoher Aufenthaltsqualität generieren. Dazu gehören neben den Haltestellen für Bus und Bahn ein Quartiersplatz und reichlich Grünflächen im öffentlichen Raum. Pool Leber Architekten aus München belegten 2016 den 1. Platz im Wettbewerb und erhielten anschließend den Auftrag für den Hochbau.

Hauptbestandteil des Entwurfs ist eine Überdachung parallel zu den Gleisen, die sich über fast 100 m erstreckt. Das flache Dach hat zwei Höhen: Auf der linken ist es höher als auf der rechten Seite. An der Stelle ihrer Überlappung liegt der Abgang zur S-Bahn, der durch eine große Dachlaterne weithin sichtbar markiert ist. Der lange Baukörper schließt den Platz damit nach Osten ab. Darunter finden 448 Fahrräder in Doppelstockanlagen Platz und ermöglichen das Umsteigen vom Fahrrad in die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch der Wartebereich für die Bushaltestellen gliedert sich dort ein.

Neben der langen Überdachung gehörten auch die Rampe und der Zugang zur Tiefgarage zur Planung. Für die Rampe entwarfen Pool Leber eine gewundene Hülle, die sich an die Gestaltung der Fahrradstellplätze anlehnt. Auf dem abfallenden Dach der Rampe ist außerdem eine Blumenwiese angelegt, die für Passanten gut sichtbar ist. Und auch das flache Dach über den Stellplätzen nutzen die Architekten: Eine Photovoltaikanlage versorgt den Platz mit selbst generiertem Strom.

Die Betonscheiben des Dachs sind der horizontal gestreiften Gestaltung des Einkaufszentrums entlehnt, das den Platz im Westen abschließt. Die zweischaligen Wände bestehen aus gelbem und grünem Profilglas, das abwechselnd matt und klar ist. Die zufällig erscheinende Farbfolge folgt einem Rhythmus: Auf der Außenseite wiederholen sich die Farben alle 15 Elemente und die Reihe auf der Innenseite alle 24 Elemente. Nachts erzeugt die Hinterleuchtung einen angstfreien Raum.

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Weitere Informationen:

Architekten: Isabella Leber, Martin Pool, Marta Falchi, Moritz Marquard
Landschaftsarchitekten: Zaharias Landschaftsarchitekten
Lichtplanung: Day & Light
Tragwerk: Concretec
Verkehrsplanung: Schönenberg Ingeineure
Baukosten (Hochbau): 2 Mio €

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