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Max Tomasinelli, CURA, Corona, Italien

Prototypen aufgestellt: CURA Pod-Isoliereinheiten für Corona-Patienten

Nach wie vor kann es passieren, dass Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, wenn es darum geht Patienten mit einem schweren Verlauf von Covid-19 zu versorgen. Intensivbetten mit der Möglichkeit zur Beatmung spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Experten aus den Bereichen Design, Architektur, Medizin und Militär unter der Leitung von Carlo Ratti haben Anfang März ein Open Source-Projekt gestartet und dabei den Umbau von Schiffscontainern zu autarken Isolierräumen mit Beatmungsplätzen untersucht.
Auf der Webseite www.CURApods.org ist der technische Bericht für jedermann zugänglich. Über 2000 Personen haben seither Interesse gezeigt, die CURA Pods genannten Module nachzubauen oder mit Anregungen und Verbesserungsvorschlägen zur Entwicklung der Einheiten beizutragen.
In nur vier Wochen wurde der Prototyp entwickelt, produziert und in einem temporären Krankenhaus, das die italienischen Gesundheitsbehörden im ehemaligen OGR-Komplex in Turin aufgebaut haben, installiert.

Seit dem 19. April versorgen Ärzte und Pfleger nun die ersten Patienten in der Plug-in-Einheit, die mit medizinischer Ausrüstung für zwei Patienten ausgestattet ist.
Über zwei Glasfenster an den beiden langen Seiten können die Mediziner den Zustand der Patienten beobachten und die Besucher ihren Verwandten zumindest optisch ganz nah sein. Ein Biocontainment-System mit Unterdruck schützt das Klinikpersonal vor einer Ansteckung mit dem Covid-19-Erreger. Auf einer Fläche von 8900 m2 stellt die temporäre Klinik 92 Betten zur Verfügung. Von hier aus ist der CURA Pod über eine aufblasbare Struktur erschlossen, die als Umkleide oder Lager benutzt werden kann. Bei Bedarf können so bis zu 40 Einheiten verbunden werden. Während in Turin die ersten Patienten im Container behandelt werden, entstehen weltweit weitere autarke CURA-Einheiten, die schon bald zum Einsatz kommen könnten.

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