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OOF Architecture, Acute House, Nic Granleese

Scharfes Haus von OOF! in Melbourne

Welch ein Glück, wenn Architekten ihre Bauten heutzutage nicht mehr auf die grüne Wiese hinstellen wollen. Vielmehr wünschen sich viele genau das Gegenteil: je mehr Vorgaben, desto klarer das Entwurfsthema – kontextuelles Entwerfen benötigt Hierarchien, um daraus entwurfliche Freiheiten entstehen zu lassen. Das winzige keilartige Grundstück in Melbourne bot den jungen Architekten – von diesem Standpunkt aus gesehen – ideale Bedingungen für einen kontextbezogenen Entwurf. 

Die bestehenden Limitierungen beschränkten sich nicht nur auf die Größe und spezifische Geometrie des Grundstücks; auch die vorhandene Hausruine aus der viktorianischen Zeit ist den neuen Hauseigentümern und den Nachbarn ans Herz gewachsen – obwohl sie nicht mehr gerettet werden konnte. Der Neubau thematisiert den Verlust des Alten: durch eine Wiederverwendung von verwitterten Fassadenbrettern, Zaunpfählen, aber auch von alten Türknäufen oder Luftschlitzen. Sie sind sorgfältig in den Neubau integriert, dennoch erscheinen sie wie zerbrechliche Museumsartefakte. Und, obwohl das neue Haus allen Anforderungen an ein Einfamilienhaus des 21. Jahrhunderts entspricht, bleibt der Charme des Alten ebenfalls erhalten.

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