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Regina Baierl, Studioli, Michael Heinrich

Studioli: Temporäre Installation des Privaten im Üblacker-­Häusl

Für ihre Installation im Münchner Üblacker-­Häusl bezieht die Künstlerin und Architektin Regina Baierl den gesamten Publikum zugänglichen Raum mit ein. Die Exponate sind solch alltägliche Gegenstände wie Bilder, Notizen, Schränke oder Kleidungsstücke. Der eigentliche Ausstellungsraum ist in einen Salon verwandelt, der von einem großen Teppich gefasst wird. Abgesehen von einem Tischobjekt mit Büchern, Fotoalben, Karaffe und Glas darauf finden sich im Raum zwei »Studioli«: zwei Gehäuse, die einen radikalen Rückzug ins Private inszenieren. Studioli heißen die in der Renaissance entstandenen kleinen Räume, die einst einer intensiven Beschäftigung mit der Kunst gedient haben. 

Der minimale Raum von etui­-ähnlichen »privaten Gehäuse« umfasst kleine begehbare Räume zum Nachdenken, Studieren oder Ausruhen. Hierbei geht es Baierl um »elementare Fragen des Wohnens und Seins«. In den Objekten entdeckt die Künstlerin Zustände des Vergangenen; sie interpretiert die Möbelstücke als Räume, indem sie diese freilegt und umdeutet. Die Objekte von Regina Baierl sind demnächst in der Ausstellung »Cupboard Love« im Gewerbemuseum Winterthur zu sehen, in der Schränke aus der Perspektive der zeitgenössischen Kunst, Design und Film präsentiert werden.

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