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Umgestaltung des niederländischen Expo-Pavillons in Hannover

Zurück zu den Anfängen könnte man sagen angesichts der Umbaupläne für den ehemaligen niederländischen Expo-Pavillon in Hannover, die das niederländische Architekturbüro MVRDV jüngst vorgestellt hat. Im Auftrag der iLive Expo Campus GmbH gestaltet das Büro das damalige Highlight der Weltausstellung in ein Bürogebäude um. Jenen Turm aus gestapelten Landschaften also, den man getrost als internationalen Durchbruch des Büros bezeichnen kann. Auf dem umgebenden Gelände entstehen zudem zwei neue Gebäude, eines mit etwa 350 Micro-Apartments für Studenten, das andere mit weiteren Büroflächen und einem Parkhaus.

Der Entwurf des ursprünglichen Pavillons für die Expo 2000 war eine Antwort auf das niederländische Thema der Expo, „Holland Creates Space“. Anstatt das gesamte Gelände zu bebauen, stapelten MVRDV auf einem Teil des Geländes sechs holländische Landschaften zu einem Turm, während der Rest des Geländes zu einem offenen Außenraum innerhalb des Expogeländes wurde. Der Pavillon wurde zum meist besuchten Gebäude. Als Sinnbild für ein Land, das durch Raumknappheit definiert ist, vermittelte der Pavillon die Botschaft, dass Raum künstlich geschaffen und vertikal gestapelt werden kann. Er wurde zu einer Schlüsselreferenz für nachhaltige Gestaltung, indem er das Ideal eines Gebäudes als ein in sich geschlossenes Ökosystem darstellte, das die Natur einbezieht und seine eigenen internen Ressourcenkreisläufe erzeugt.

Das aktuelle Projekt behält dieses Konzept der „gestapelten Landschaft“ bei: Das bestehende Gebäude wird renoviert und zwei abgetreppte Gebäude am Rande des ursprünglichen Geländes hinzufügt. Der ehemalige Pavillon beherbergt Gastronomie, Büros und Besprechungsräume als Co-working-Space. Um die Merkmale des ursprünglichen Entwurfs zu erhalten, sind etwa im ersten Stock (dort standen ursprünglich eine Reihe von Gewächshäusern) die Büros strikt geradlinig angeordnet. Die „Blumentöpfe“ im zweiten Stock werden dagegen verglast und in Meeting- und Büroräume umgewandelt. Auch die Waldebene und die Außentreppen bleiben bestehen; die ebenerdigen "Dünen" werden zum Treffpunkt mit kleinen Cafés und Ausstellungsbereich eingerichtet. Neue Fassaden bestehen aus hochtransparentem Glas, um den offenen und transparenten Charakter des Entwurfs beizubehalten.

Die beiden neuen Gebäude treppen zum gemeinsamen Vorplatz hin ab. In Anlehnung an das Konzept der gestapelten Landschaften sollen die Dächer der neuen Gebäude eine Reihe von farbig gestalteten Terrassen bilden, die den Nutzern auf jeder Terrasse eine andere Funktion bieten. Die Terrassen sind durch ein farblich gestaltetes Band miteinander verbunden, das sich über die verschiedenen Ebenen erstreckt und neue Nutzungen und Räume definiert.

 

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Projektpartner
Projektkoordination: Die Wohnkompanie Nord
Tragwerksplanung: Ingenieurgemeinschaft Dr. Maack
TGA: Passivhaus - Architektur und TGA Planungsbüro Carsten Grobe
Kostenkalkulation: DreiPlus Planungsgruppe
Bauphysik: Büro für Bauphysik
Brandschutzplanung: BIB Concept
Freiraumplanung: Lad+ landschaftsarchitektur diekmann

Partner Neubau
Architektur: AI+P Planungs GmbH
Projektsteuerung: AI+P Planungs GmbH
Freiraumplanung: Lad+ landschaftsarchitektur diekmann

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