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Graft, Berlin, Charlie Living

Wohnquartier Charlie Living von Graft in Berlin

Ganz in der Nähe des ehemaligen Grenzübergangs Checkpoint Charlie in Berlin hat das Berliner Architekturbüro Graft ein Neubauprojekt realisiert, mit dem eine der letzten Lücken auf dem ehemaligen Mauerstreifen in Berlin-Mitte geschlossen wird. Das Besondere an dem Projekt: Alle Gebäude und Teilbereiche sind öffentlich zugänglich und heben die strikte Trennung von Wohnhof und öffentlichem Raum auf. So gruppieren sich um den grünen Hof drei achtgeschossige Hauptgebäude sowie eine Reihe von Stadthäusern.

Alle Häuser weisen eine eigenständige Geometrie auf und erhielten ein spezifisches Oberflächen- und Fassadenkonzept, das den Wohnungen großzügige Loggien oder Balkone als Übergangsbereiche zwischen Innen und Außen bietet. Im Haus A sind ein Apartmenthotel mit Lobby und Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss untergebracht sowie Wohnungen im Seitenflügel. Über der zweigeschossigen Sockelzone bilden die auf fünf Etagen verteilten Studio-Apartments zur Straßenfront flache, gegenüber dem Wohnraum leicht erhöhte Erker aus, die sich als Erweiterung des Wohnbereiches in den Straßenraum schieben. Diese Erker treten nach Westen hin aus der Fassade hervor, um einen Umlenkpunkt in den Innenhof zu markieren. Da an dieser Westseite im Bebauungsplan eine Fuge zu einem künftigen Nachbarbau vorgesehen ist, verlegten Graft den Hauptzugang zum Blockinnenbereich „um die Ecke“ an die westliche Seite des Grundstücks. Dadurch wird der Hof akustisch abgeschirmt und zugleich eine größtmögliche Offenheit erreicht.

Im Haus B entstanden Wohnungen mittlerer Größe. Ein vorgestelltes, leicht geneigtes und sich optisch faltendes Balkongerüst erlaubt es, innerhalb der Fassadenstruktur unterschiedlich große Balkone zu realisieren und damit natürlichen Sonnenschutz zu gewährleisten, während in den dunkleren Jahreszeiten die Sonne die Tiefe der Apartments erreicht. Mit seinen ausgestellten Ecken erreicht der sonst sehr stringente Bau seine plastische Wirkung.
Haus C konzipierten Graft mit einer verwoben plastischen Balkonstruktur. Dreieckige Balkonbereiche wechseln alternierend pro Geschoss in der Ausrichtung und schieben damit jedes zweite Geschoss derart aus der Fassade, dass der darüberliegende Balkon zurücktritt und dadurch eher das Gefühl einer Terrasse als eines Balkons entsteht. An den Vertikalen sind Baumtröge eingefügt, um Privatsphäre zwischen den Terrassen zu schaffen.
Haus D ist ein dreigeschossiger Baukörper mit sechs Townhouse-ähnlichen Wohnungen mit Frontterrasse, Keller und Garten.

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