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Städtebaulicher Ideenwettbewerb Berlin‐Brandenburg 2070, Abbildungen: AIV

Zusammenwachsen: Städtebaulicher Ideenwettbewerb Berlin‐Brandenburg 2070

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Groß-Berlin hat der Architekten‐ und Ingenieurverein zu Berlin‐Brandenburg neben seinem klassischen Schinkel-Wettbewerb auch einen Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Zukunft der Metropolregion Berlin‐Brandenburg ausgelobt. Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten sollten sich Gedanken machen, wie der existierende Raum in eine lebenswerte Zukunft geführt werden kann. Der Verein möchte damit eine gesellschaftliche Debatte über die Zukunft der Metropolregion Berlin‐Brandenburg in 50 Jahren anstoßen.

Den Wettbewerb gewonnen haben die Berlin‐Potsdamer Architekten Bernd Albers und Silvia Malcovati gemeinsam mit Vogt Landschaft und Arup Deutschland. Ihre Arbeit Zusammenwachsen – Landschaf(f)tStadt versteht die Länder Berlin und Brandenburg als bauliche und räumliche Einheit. Sie greifen bereits bestehende Grundform des Siedlungssterns mit ihren historisch entstandenen Schienenradialen auf, verlängern und erweitern dieSiedlungsflächen entlang dieser Radialen bis in den Städtekranz und könntendadurch Wohnraum für zusätzlich etwa 1 Million Einwohner schaffen.

Zwischen den Siedlungsbändern erstrecken sich Grünkeile der Kulturlandschaften aus Landwirtschafts‐, Wald‐ und städtischen Grünflächen. Als Neuerung im Verkehrssystem schlagen die Gewinner einen zusätzlichen 3. Eisenbahnring vor, der in einem weiten Außenradius verläuft und als Hochbahn konzipiert ist, um keine Barrieren in der Landschaft zu schaffen.

Die weiteren Preisträger sind:
2. Preis: „Stadtlandschaft Brandenburg‐Berlin 2070 – Kontur einerÜbergangsgesellschaft“: Kopperroth / SMAQ / Alex Wall (Berlin und Cambridge, USA), Stefan Tischer, freischaffender Landschaftsarchitekt, Office MMK – Urban Technologies

3. Preis: „Sternarchipel Berlin – Brandenburg“: Jordi & Keller Architekten / Pellnitz, Architektur und Städtebau (Berlin), Christina Kautz Landschaftsarchitektur, Ludwig Krause Stadtplaner

4. Preis: „Landschaft der Unterschiede“: Thomas Stellmach Planning and Architecture / fabulism GbR (Berlin), Lysann Schmidt Landschaftsarchitektur, Melissa Gómez (Beraterin für nachhaltige Mobilität und urbane Innovation), Marcus Andreas (Berater für Nachhaltigkeit), Florian Strenge (Berater für Urbanismus & Design Prozesse)

5. Preis: „Archipel – Labor: Ein Atlas von urbanen Inseln für Berlin“: Pedro Pitarch (Madrid)

Insgesamt wurden 55 Arbeiten abgegeben, 18 kamen in die Endrunde, über die eine 15‐köpfige Jury am 13. und 14. Juli beraten und abgestimmt hatte.
Gefordert waren von den 18 Beiträgen nicht die Darstellungen von Einzelgebäuden, sondern strukturelle Aussagen zu Stadt‐ und Freiraum, Städtebau, Nutzung, Verkehr und Bebauung.

Alle 18 Arbeiten der Endrunde sind vom 1. Oktober 2020 bis 3. Januar 2021 in der Ausstellung „Unvollendete Metropole“ im Kronprinzenpalais in Berlin zu sehen.

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