19.09.2006

Architekturpreis 2007 Wein + Architektur ausgelobt


In einer gemeinsamen Initiative des Weinbauministeriums Rheinland-Pfalz, des Deutschen Weinbauverbandes und der Architektenkammer wurde erstmals ein Architekturwettbewerb „Wein + Architektur“ ausgeschrieben.

Die Verbindung von Bau- und Weinkultur hat in den letzten Jahren in Deutschland an Bedeutung gewonnen. Gerade junge Winzer haben die Chance erkannt, Bauten als eine Facette des Marktauftritts für neue Weinqualitäten zu nutzen. Rheinland-Pfalz hat hier bereits mit drei Symposien „Wein + Architektur“ die Weinwirtschaft für zeitgenössische rchitektur sensibilisiert. Der Architekturpreis 2007 trägt, so Staatssekretär Professor Englert, zu einer weiteren Imagewerbung deutscher Weine durch das Zusammenspiel von Ästhetik und Funktionalität bei.

Zum Architekturpreis können Projekte eingereicht werden, die in der Bundesrepublik seit 1997 entstanden sind. Abgabetermin und Einsendeschluss ist der 19. Dezember 2006. VW präsentiert seine Autostadt, Daimler Chrysler zeigt mit seinem spektakulären Automuseum, wie mit zeitgenössischer Architektur Qualitätsverständnis und Kultur eines Unternehmens, kurz Corporate Identity, nach außen getragen werden können. Auch die Weinwirtschaft hat die Funktion von Architektur als Botschaft erkannt. Weltweit bauen internationale Stararchitekten aufsehenerregende neue Weingüter, sei es in Kalifornien, Chile und Südafrika, sei es im alten Europa wie zum Beispiel in Spanien und Frankreich.

Diese Entwicklung ist inzwischen in Deutschland angekommen und greift dabei eine Verbindung von Bau- und Weinkultur wieder auf, die in den letzten Jahrzehnten in Deutschland ins Hintertreffen geraden war. Dass nicht nur große neue Weingüter Architektur und Bauen als Marketinginstrument nutzen können, zeigen neben Beispielen aus Niederösterreich, Steiermark, Burgenland und Südtirol mittlerweile eine ganze Reihe von Bauprojekten in Deutschland. Deutsche Weine setzen sich neu in Szene. Eine jüngere Winzergeneration sucht mit neuen Qualitäten neue Märkte. Dabei werden alle Facetten des Marketings genutzt, um Wein als Inbegriff von Trinkkultur und Ausdruck eines modernen Lebensstiles herauszustellen. Wein-Bau-Architektur ist im Kommen, Gebäude transportieren so Mythos und Faszination des Weines. In Deutschland und Rheinland-Pfalz sind bisher einige Schritte in Richtung neuer Weinproduktionsarchitektur und moderner Präsentation in Vinotheken und Degustationsräumen getan. Zeitgenössische Architektur wird auch hier zu Lande mehr und mehr zum Markenzeichen und integraler Baustein eines Marketingkonzeptes. Längst haben die für die deutschen Weinbaubetriebe typischen mittleren und kleineren Betriebe erkannt, dass Wein-Architektur abseits von reinen Zweckbauten und applizierter Fachwerkgemütlichkeit neue Käuferschichten anzieht. Hochwertiger Wein wird in einem nicht minder anspruchsvollen Ambiente angeboten. Qualität als oberste Maxime beschränkt sich, um authentisch und glaubhaft zu sein, nicht auf die Arbeiten im Weinberg und Keller, sondern auch auf Präsentation und Degustation. Inhalt und Hülle der Gebäude sollen gleichwertig sein und sich ergänzen. Hier entwickeln der Kontext von Form und Materialien, das Zusammenspiel von Farbe und Licht, der Reiz von Bestehendem und Neuem den Charme eines Weingutes: modern, aber trotzdem sinnlich.

Drei Symposien im letzten Jahr zu „Wein + Architektur“ haben gezeigt, das Thema hat bei Winzern und Architekten gezündet. Mit dem Architekturpreis 2007 Wein + Architektur wollen das Wirtschafts- und Weinbauministerium Rheinland-Pfalz, der Deutsche Weinbauverband und die rheinland-pfälzische Architektenkammer gemeinsam eine erste Bilanz der Anstrengungen in Deutschland ziehen. Wenn hier auch eher Aus-, An- und Umbauten von bestehenden Weingütern als große Neubauten zu erwarten sind, gilt es, das mittlerweile Entstandene zu präsentieren und Motivation für neue Entwicklungen auszulösen. Zum Architekturpreis 2007 Wein + Architektur können Projekte bis zum 19. Dezember 2006 an die Architektenkammer Rheinland-Pfalz eingereicht werden. In der zweiten Januarhälfte 2007 wird dann die Jury die eingereichten Arbeiten sichten, bewerten und prämieren. Das Ergebnis wird dann anlässlich der INTERVITIS INTERFRUCTA vom 22. bis 26. April 2007 in Stuttgart der Öffentlichkeit und den Besuchern der Messe präsentiert.

Quelle: Architektenkammer Rheinland-Pfalz
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