Auguste Perret: Ein Streifzug durch sein Lebenswerk

Die Ausstellung mit dem Namen »Auguste Perret: Eight Masterpieces!/? Reinforced Concrete Buildings« im Palais d'Iéna in Paris präsentiert acht herausragende Meisterwerke des französischen Architekten und Bauunternehmers anhand von Modellen, Zeichnungen und Fotografien sowie biographischem Zusatzmaterial wie Briefen, diversen Büchern oder Zeitschriften. Ort: Palais d'Iéna, ESEC headquarters, 9 Place d’Iéna, F-75016 Paris
Dauer: 27. November 2013 - 19. Februar 2014

Foto: Florian Kleinefenn

Auguste Perret (1874-1954) zählt zu den großen Pionieren des Stahlbetonbaus. Er schuf für das damals noch neue Material eine besondere Ästhetik, indem er klassische Ordnung mit modernen Bauweisen verband. Acht bedeutende Projekte Perrets stehen im Fokus der Pariser Schau, unter anderem der Ausstellungsort Palais d’Iéna selbst – somit das erste und größte Exponat.

Palais d'Iéna, Foto: Benoît Fougeirol

Palais d'Iéna, Hypostle Ausstellungsraum, Foto: Benoît Fougeirol

Der Perret-Kenner Joseph Abram von der École nationale supérieure d’architecture in Nancy (ENSA-Nancy) zeichnet sich als wissenschaftlicher Kurator für die theoretischen und historischen Inhalte verantwortlich. Als künstlerischen Leiter und für zeitgenössische Beiträge brachte der Sponsor Prada Rem Koolhaas ins Spiel. Sein Büro AMO/OMA hatte seit 2011 die Szenographie für diverse Prada-Veranstaltungen in der Säulenhalle des »Salle Hypostyle« im Palais d’Iéna entworfen.

Rendering zur Ausstellungskonzeption, Grafik: OMA

Diverse Designs des Hypostle Ausstellungsraums für Prada, Fotos: OMA

An dieser Stelle collagiert nun die Ausstellungsgestaltung Elemente dieser Events: zum Einsatz kommen etwa ein beleuchteter Metallgitterkäfig entlang einer Längsseite des Saals oder ein mittiger »Catwalk« aus Holz, flankiert von passenden Sitzstufen.

Beleuchteter Metallkäfig, Foto: Florian Kleinefenn

Mittiger Catwalk, Foto: Florian Kleinefenn

Flankirende Sitzstufen: Foto: Florian Kleinefenn

video + text zum video
Parallel zur Ausstellung wird ein kulturelles Rahmenprogramm angeboten, das zum öffentlichen Dialog einlädt und zur Teilnahme an Gesprächen, Diskussionen, Workshops, Konzerten oder Screenings auffordert.

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr
Führungen: Jeden Samstag und Sonntag um 11.30 Uhr
Eintritt frei
In der Ausstellung werden über 400 Originalgegenstände exponiert, einige darunter bislang der Öffentlichkeit vorenthalten. Erklärtes Ziel hierbei ist, dem Betrachter den kreativen Prozess der Entstehung der Bauwerke näher zu bringen und ihn auf einer Reise durch die Entwicklungsgeschichte herausragender Stahlbetonarchitekturen zu begleiten.

Fotos: Florian Kleinefenn

Des Weiteren wurden zeitgenössische Künstler gebeten, zusätzliche Beiträge zur gegenwärtigen Nutzung der historischen Bauwerke zu verfassen. Neben Aufnahmen des Fotografen Gilbert Fastenaekens wird auch ein Video von Louise Lemoine und Ila Bêka gezeigt. In ihrer Reihe »Living Architectures« zeigen die beiden Filmemacher herausragende Architekturbeispiele in ihrem sozialen Kontext: Im Fokus stehen dabei die Aneignung und Benutzung der Gebäude durch Bewohner, Arbeits- oder Wartungspersonal. Ihr aktueller Film »25 BIS« zeigt Auguste Perrets Gebäude an der 25 Bis Rue Franklin in Paris in seiner täglichen Inanspruchnahme.
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