01.04.2015 gfx3@detail.de

Grünes Glashaus

Charakteristisches Merkmal des Neubaus der Molekularen Pflanzenwissenschaften an der Leibniz-Universität Hannover ist die Fassade, in der sich Fensterelemente mit geschosshohen Glasplatten in drei gestaffelten Grüntönen abwechseln. Farbe und Material der Laborgebäudehülle nehmen Bezug sowohl zum Inhalt als auch zur Umgebung. Das Setting schaffen die berühmten Barockgärten von Herrenhausen sowie Gewächshäuser entlang der Erschließungswege. Umgesetzt wurde die Fassade mit dem System »Airtec Glass« von Lithodecor, das an einer zweiteiligen Aluminiumkonstruktion montiert ist. Das System besteht aus auf Leichtbetonträgerplatten verklebtem Einscheibensicherheitsglas. Die großformatigen Scheiben umlaufen auf zwei Geschossen das gesamte Gebäude. tsj Architekten aus Lübeck legten neben dem gestalterischen Aspekt großen Wert auf die passende Einbindung in den Kontext aus bestehenden Instituts-gebäuden. Das Ensemble umschließt einen Innenhof und schafft Kommunikationsräume, die den wissenschaftlichen Austausch fördern. Trotz der gläsernen Hülle bleiben Anforderungen an die Bauaufgabe und an Nachhaltigkeit gewahrt. Eine hohe Kompaktheit mit einem A/V-Verhältnis von 0,23, die Verlagerung von Nebenräumen in den Innenbereich und die Ausrichtung der Laborräume nach Norden mit reduzierten Fensteröffnungen tragen dazu bei.

Foto: Jörg Schwarze, D-Lübeck

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