30.10.2010

Charakteristische Bodengestaltung für das Museum Folkwang in Essen

Der Architekt David Chipperfield entwarf das neue Museum Folkwang in Essen. Der fertiggestellte Neubau integriert den denkmalgeschützten Altbau in das Gesamtensemble und setzt dessen Konzept mit Innenhöfen, Gärten und Wandelhallen fort. Im Innern dominieren klare Linien und eine großzügige, funktionale Gliederung des Baukörpers. Bezeichnend hierfür ist eine erstaunliche Leichtigkeit aus lichter Weite und gläserner Transparenz mit fließenden Raumübergängen ohne Niveauunterschiede. Verstärkt wird dies durch eine nahezu fugenlose und sehr charakteristische Bodengestaltung. Erzielt wurde diese prägende Raumwirkung durch einen neuartigen geschliffenen Design-Estrich, dessen Materialkonzept speziell nach den Gestaltungswünschen der Planer entwickelt wurde.

Bodenflächen sind ein wichtiger Bestandteil eines komplexen Gesamtentwurfs. Im Museum verstärken die weitgehend fugenlos verlegten Böden mit ihren bis zu 100 m langen Laufflächen diese Wirkung. Die verantwortlichen Architekten von Plan Forward/Wolff Gruppe wollten einen besonders stimmigen, charaktervollen Bodenbelag. Nach gemeinsamer Diskussion mit dem Bauchemiespezialisten Ardex entstand »Pandomo TerrazzoBasic«, ein Terrazzo-Boden in einer völlig neuartigen, sehr individuellen Optik. Das Besondere an ihm: Statt der in Farbe und Größe standardisierten klassischen Terrazzo-Schmuckkörnungen werden hier ganz bewusst mineralische Zuschläge aus der jeweiligen Objekt-Region eingebunden. Durch diese in ihrer Erscheinung vielfach recht unterschiedlichen Körnungen entstehen Bodenoberflächen von lebhafter Struktur. Sie wirken regelmäßig – unregelmäßig, in der Fläche aber dennoch homogen.
Das neue Bodensystem wurde exakt auf die Wünsche der ausführenden Architekten zugeschnitten. Planungsrelevant waren eine hohe gestalterische Qualität verbunden mit einer schnellen Verarbeitung. Gleichermaßen wichtig waren die hohe Strapazierfähigkeit des Materials und eine überzeugende Wirtschaftlichkeit auch auf großen Flächen. Im Museum Folkwang wurde das neue Bodensystem, basierend auf einer beheizten und gekühlten Fußbodenkonstruktion, auf rund 6500 m² Bodenfläche in fugenlosen Feldgrößen bis zu 11,50 m Länge rissfrei eingebaut. Besonders vorteilhaft im Ergebnis auch die Zeit- und Kostenersparnis. Das Material ist leicht und schnell maschinell zu verarbeiten.

Ardex Pandomo TerrazzoBasic ist eine neue Generation individuell gestaltbarer, mineralischer Dekorböden. Das Material basiert auf der traditionellen Terrazzo-Technik. Kennzeichnend aber sind die regionalen Zuschlagstoffe. Sie geben den Böden ihr bewusst regionaltypisches Gesicht. Die Basis besteht aus einer sehr spannungsarmen, grauen Bindemittelmatrix – die mit bestimmten Pulverpigmenten individuell eingefärbt werden kann – sowie einer regionalen Kieskörnung aus der jeweiligen Objektgegend.

Im Verhältnis zum klassischen Terrazzoboden besticht dieses neue Bodensystem durch eine lebhaftere Struktur und in der Fläche aber durchaus schlichte, homogene Wirkung. Gegenüber herkömmlichen Terrazzoböden/-estrichen lässt Pandomo TerrazzoBasic sich schneller und einfacher verarbeiten. Es ist maschinenförderbar und pumpfähig. Nach dem Einbringen wird der Boden mehrfach geschliffen, poliert und abschließend imprägniert. Bereits am vierten Tag kann die Inbetriebnahme erfolgen. Diese Zeitersparnis macht es besonders wirtschaftlich und erlaubt einen deutlich reduzierten Flächenpreis. Einsetzbar ist es als Bodenbelag im Verbund (25 mm) oder als Estrich auf Dämmschicht bzw. Trennlage (45 mm). Das fugenlos zu verlegende Material ist ausgesprochen spannungsarm und fußbodenheizungsgeeignet.
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