28.02.2010

Guggenheim Museum in neuem Glanz

Für das weltberühmte Guggenheim Museum in New York entwarf Frank Lloyd Wright vor über 50 Jahren die berühmte Rotunde, die gänzlich aus Beton besteht und sich in Form einer gewundenen Rampe über sechs Ebenen erhebt. Die kreisförmige Struktur mit einer Neigung von 3% ermöglicht es Besuchern, die mit dem Lift hinauffahren, die komplette Rampe nach unten zu laufen und dabei die Arbeiten zu bewundern, die sich auf den verschiedenen Ebenen befinden. Das Museum ist nicht nur ein unkonventionelles Gebäude, das zur Zeit von Planung und Bau die Grenzen des Machbaren auslotete, sondern ist auch mithilfe unkonventioneller Methoden gebaut worden. So auch die Gebäudehülle, die aus Spritzbeton und in mehreren Schritten entstand. So mussten zuerst außenliegende Sperrholzschalungen gestellt werden, anschließend wurden die statisch notwendige Bewehrung und die strukturbildenden und lastableitenden T-Träger verschweißt. Erst danach konnte der Beton mit einem geringen Wasser/Zement-Verhältnis von der Innenseite ins Stahlgeflecht aufgesprüht werden. Die Zusammensetzung des kontrolliert schrumpfenden Spritzbetons wurde speziell auf eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Druckbelastungen ausgelegt.
Im Vorfeld des 50. Jahrestags des Museums, im Jahr 2009, und unter Berücksichtigung des fortgeschrittenen Alters der Konstruktion beauftragte die Guggenheim Stiftung verschiedene Experten, eine erste Diagnose bezüglich der Ursachen und des Ausmaßes der Schädigungen zu erstellen sowie die möglichen Arbeitsverfahren und Methoden für eine Sanierung zu prüfen. Entscheidend hierbei war, dass die angewandten Sanierungsmethoden die charakteristischen Merkmale des Museums erhalten – wie z.B. das Schalungsmuster oder kleine Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche durch das manuelle Aufbringen des Betons. Zahlreiche Prüfungen durch das »American Research Institute ICR« (Integrated Conservation Resources) hinsichtlich einer qualifizierten Restaurierung und Sanierung waren notwendig, bis die Entscheidung letztlich auf Mapei fallen konnte. Aufgrund der besonderen Konstruktionsmethode – beim Guggenheim Museum wurde gänzlich auf Dehnungsfugen verzichtet – traten bereits kurz nach der Fertigstellung vor über 50 Jahren Risse auf und im Laufe der Jahre korrodierte die Bewehrung im Stahlbeton. Nach der umfassenden Dokumentation der Schäden war schnell klar, dass die verschiedenen Arten von Rissen mit verschiedenen Methoden behandelt werden mussten.
Die Sanierung vollzog sich in mehreren Phasen. Zuerst wurden die Oberflächen umfassend und behutsam gereinigt. Nach der kompletten Freilegung der Bewehrungseisen wurden sie mithilfe des »Sponjet«-Systems gesäubert, das durch seinen Aluminiumoxidstaub, der mit Polyurethanschaum überzogen ist, trotz großer Härte wenig Abrieb verursacht. Dann wurde »Mapefer 1K«, ein zementärer Einkomponenten-Mörtel mit Korrosionsschutz, nach Reinigung der Bewehrungsstangen auf diese aufgetragen, um einen realkalisierenden Schutz sicherzustellen und eine Staubbildung zu verhindern. Nach der Trockung des Mörtels sind die beschädigten Bereiche im Beton mithilfe von »Planitop XS« repariert worden. Im Gegensatz zu anderen Mörteln, die auch zur Betonreparatur zum Einsatz kommen, kann Planitop XS in Stärken von 0 bis zu 10 cm pro Schicht verarbeitet werden. Die Restauratoren konnten so die ursprünglichen Gebäudeformen leicht und exakt nachformen. Risse, die durch fehlende Fugen entstanden waren, ließen sich nicht mit starren Produkten abdichten. Die Wahl fiel daher auf »Mapaflex AC4«, eine einkomponentige Acryldichtungsmasse. Zum nachhaltigen Schutz der Gebäudeaußenflächen kam der flexible Mörtel »Mapelastic« zur Verwendung. In Anbetracht aller Bewegungen, denen das Museum ausgesetzt ist, musste auch der Anstrich flexibel sein – so wie »Elastocolor Rasante«. Letzte Schicht im Aufbau ist »Elastocolor Waterproof«, eine Acrylfarbe auf Harzbasis in Wasserdispersion, die geeignet ist für den permanenten, direkten Kontakt mit Waser, und dauerhaften Schutz – auch gegen Smog und Sonne – gewährleisten soll.

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