01.12.2018

Dächer

Als Kinder haben wir oft auf dem Dachboden gespielt. Zwischen verstaubten Kisten und abgestellten Möbeln gab es viele geheime Schlupfwinkel und Verstecke. Überhaupt der Speicher! Damals waren seine halbdunklen Flächen für uns ein großes Abenteuer. Es gab so unendlich viel zu entdecken – wahrscheinlich weil es keine strikte, festgeschriebene Nutzung gab.
 
Heute sind die Dachbereiche oft für sehr konkrete Funktionen aktiviert. Es gibt Lofts und Dachapartments, die in dichten Städten zusätzlichen Wohnraum schaffen. Manche Stadtbewohner gehen aufs Dach, um dort Tomaten zu ernten oder nach ihren Bienen zu sehen. Und auf der Rooftop Farm des Brooklyn Grange treffen sich die Nachbarn zum Yoga zwischen den Gemüsebeeten. Andere Dächer wiederum sind nicht als ­private, sondern öffentliche Orte konzipiert. So bildet das Stahldach des neuen Pavillons im Piushaven von Tilburg eine Aussichtsplattform, die für alle zugänglich ist. Auch die Dach­­kuppeln des unterirdischen Museums Amos Rex im Zentrum von Helsinki beleben den Stadtraum. Denn auf Straßen­niveau formen sie eine Hügellandschaft, die zum beliebten Platz und Treffpunkt geworden ist.

In unserer Dezember-Ausgabe hat Julia Liese diese und weitere Beispiele für die Vielfalt an Dächern, ihrer Funktionen und Baudetails zusammengestellt. Unsere Auswahl dokumentiert aktuelle Projekte mit unterschiedlichen architektonischen Konzepten. Auch die Lichtführung kann dabei entscheidend sein wie bei der Pfarrkirche von Meck Architekten bei München oder der Bibliothek von Helen & Hard Arkitekter im norwegischen Grimstad.
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