31.10.2006

Kirchen in NRW können 40 Millionen Euro im Jahr sparen

Rund 40 Vertreter von Kirchengemeinden aller Konfessionen aus ganz Nordrhein-Westfalen trafen sich zu der heute beginnenden, zweitägigen Tagung "Energie und Kosten sparen - Auf dem Weg zu meiner Kirche mit Zukunft" in Altenberg.

Aufgrund des großen Erfolges der Energiefachtagung für Kirchengemeinden im letzten Jahr, hat sich der Rheinisch-Bergische Kreis gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern Energieagentur NRW, Evangelische Kirche im Rheinland und Erzbistum Köln dazu entschlossen, auch im Jahr 2006 wieder eine Fachtagung anzubieten. Ausgewiesene Experten zeigen auf, wo Einspar- und Effizienzpotentiale in Kirchengebäuden liegen. "Es werden Möglichkeiten dargestellt, mit welchen Maßnahmen Kirchengemeinden selbst aktiv werden können, sinnvoll mit Energie umzugehen um damit gleichzeitig einen Beitrag zur Entlastung des Kirchenbudgets zu leisten", erläutert Gerd Wölwer vom Rheinisch-Bergischen Kreis. "Das Spektrum reicht von der Änderung des Nutzerverhaltens bis zur energetischen Sanierung der Gemeindeliegenschaften. Bei der Gestaltung des Programms, sowie bei der Auswahl der Vortrags- und Workshopthemen, haben wir die Anregungen der Teilnehmer aus dem letzten Jahr aufgegriffen." So werden in dem Seminar neben verschiedenen Verfahren und Instrumenten zur Energieeinsparung auch aktuelle Themen wie der Energiepass für öffentliche Gebäude und die Förderfähigkeit von Projekten angesprochen.

Der Rheinisch-Bergische Kreis ist seit 1996 Mitglied im Klimabündnis. "Damit sagen wir ausdrücklich ja zum Klimaschutz und stellen uns der Herausforderung des Klimawandels", so Rolf Menzel, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises in seiner Eröffnungsrede. "Wir sind mit dieser Mitgliedschaft bewusst besondere Verpflichtungen eingegangen, insbesondere die der Reduzierung des klimaschädigenden Schadstoffes CO2. Die Veranstaltung heute dient diesem Ziel."

Wachsender Kostendruck und knappe Kassen - so sehen landauf, landab zunehmend die Rahmenbedingungen für die Kirchengemeinden aus. Die Kirchen haben deshalb die rationelle Energieverwendung in ihren Liegenschaften längst als lohnende Möglichkeit entdeckt, die steigenden Ausgaben für Strom, Wasser und Gas zu reduzieren.

"Viele von den rund 7.500 Kirchengemeinden im Lande sind seit vielen Jahren eine feste Kundengruppe der Energieagentur NRW," erklärt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. "Die Erfahrung aus den bisherigen Beratungen zeigt, dass mit teilweise einfachen Mitteln lohnenswerte Einsparpotentiale von bis zu 30 % erreichbar sind. Das theoretische Einsparpotential bei Kirchengemeinden beider Konfessionen liegt allein in NRW bei rund 40 Millionen Euro jährlich. Die Energieagentur NRW steht allen Kirchgemeinden gerne für eine unentgeltlichen Energieberatung zur Verfügung "

Leitfaden
Um diese Potentiale zu erschließen, ist allerdings teilweise Spezialwissen erforderlich (beispielsweise bei der Beheizung von Kirchen), das den ehrenamtlich tätigen Verantwortlichen in den Gemeinden in der Regel nicht zugänglich ist. Aus diesem Grund erstellt die Energieagentur NRW einen Leitfaden, der die technischen Zusammenhänge in kirchlichen Gebäuden erläutert und Handlungsoptionen aufzeigt. Er richtet sich an die in den Kirchengemeinden für die Bereiche "Bau und Gebäudeerhaltung", "Technik" und "Finanzen" zuständigen Personen. Der Leitfaden kann bei der Energieagentur NRW unentgeltlich bestellt werden.

Quelle: Energieagentur NRW

Photo: Kałużna

https://detail-cdn.s3.eu-central-1.amazonaws.com/media/catalog/product/d/e/detail-60jahre-VolkerStaab-textmitbild-uebersichtsseite-735x491px_1.jpg?optimize=medium&bg-color=255,255,255&fit=bounds&height=582&width=437
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein, um einen Link zum Zurücksetzen Ihres Passworts zu erhalten.
Pflichtfelder
oder
Copyright © 2022 DETAIL. Alle Rechte vorbehalten.