01.03.2003

Konzept Schulbau

Etwas überrascht blicken wir nach Wien, denn das neue, radikal moderne Gymnasium von Henke und Schreieck (s. S. 192) ist offensichtlich auch bei seinen Nutzern beliebt. Schließlich haben wir hierzulande schon ganz anderes erlebt: Wer zu Recherchezwecken zahlreiche Schulen besucht, ist irritiert, wie viel Ablehnung von Seiten der Pädagogen und Schüler gerade die herausragende Architektur immer wieder erfährt.

Und gerade an diesem Punkt zeigt sich das Dilemma. Denn viele der im vorliegenden Heft gezeigten Schulgebäude wären geeignet, den Kindern und Jugendlichen auch zeitgemäße Architektur nahezubringen, sie auch in dieser Richtung zu bilden. Raumwirkung und Tragverhalten könnten vermittelt werden, die Eigenschaften verschiedener Materialien, allen voran ästhetische Werte. Niemand aber kann erwarten, dass sich die Schüler ohne Anleitung damit auseinandersetzen, zumal, wenn sie die ablehnende Haltung ihrer Betreuer spüren. Herausragende Schulgebäude könnten die idealen Architekturlehrer sein. Es bedarf aber geeigneter Pädagogen, die hier vermitteln.
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