01.07.2010 Dietmar Half

Lehrgang Gebäude-System-Designer

Der Gebäude-System-Designer ist an der Nahtstelle zwischen Architektur und Technik tätig. Er besitzt die Kompetenz sowohl die Anforderungen an moderne Gebäudetechnik zu ermitteln als auch deren gestalterische Auswirkungen zu beurteilen. Mit seinem Gewerke übergreifendem Wissen ist er in der Lage, die Systemverknüpfungen einzelner technischer Lösungen zu organisieren. 2010 bietet DIAL diese Weiterbildung erstmals als Vollzeit-Power-Lehrgang an.
Der Vollzeit-Power-Lehrgang kann innerhalb eines Zeitraumes von nur 4 Monaten absolviert werden. Hierzu findet ein Mal pro Monat eine einwöchige (Mo.- Fr.) Präsenzveranstaltung statt. Das erforderliche Tagespensum erstreckt sich von 8.00 Uhr morgens bis mindestens
18.00 Uhr. In den insgesamt 4 Wochen werden die Themengebiete
  • Architektur
  • Gebäudetechnik
  • Gebäude-System-Design

mit Vorträgen, Übungen und Workshops vermittelt. Alle Lehrinhalte werden darüber hinaus auf einer Lernplattform online zur Verfügung gestellt. Hier kann der Teilnehmer die bereits erlernten Lehrinhalte bei Bedarf nachlesen, nacharbeiten oder vertiefen.
Woche 1
Der erste Tag bildet den Auftakt des Lehrgangs. Hier lernen sich Trainer und Teilnehmer zunächst gegenseitig kennen. Nach einer Einführung in die Philosophie des Lehrgangs erhalten die Teilnehmer zunächst den Zugang zur Lernplattform um bei Bedarf Lehrinhalte zu vertiefen. Danach steht genug Zeit zur Verfügung, um erstmals die Arbeit mit der Lernplattform gemeinsam zu üben. Den Abschluss des Tages bildet die Vorschau auf den ersten Themenblock Architektur, der in den folgenden Tagen vertieft wird. Hierbei stehen sowohl theoretische Aspekte der Architektur im Vordergrund als auch praktische Übungen im Rahmen von Workshops, in denen die Teilnehmer vor allem mit dem Entwerfen vertraut gemacht werden. Ziel ist die Sensibilität für Gestaltungsprozesse in der integralen Zusammenarbeit mit Architekten. Den Abschluss der ersten Woche bildet die Vorschau auf die nächste Präsenzphase.
Woche 2
Die zweite Woche beginnt im nächsten Monat und startet mit dem Schwerpunkt der Weiterbildung dem Themenblock Gebäudetechnik. Hier werden u. a. Themen wie Lüftung, Heizung (-und Kühlung) sowie Warmwasserbereitung aus technischer Sicht beleuchtet und vertieft. Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildet das Thema Licht. Die Teilnehmer lernen nicht nur theoretische Aspekte der Lichtplanung durch professionelle Lichtplaner des Hauses kennen sondern können unterschiedliche Strategien und Lichtwirkungen in speziellen Laborräumen 1:1 mit eigenen Augen nachvollziehen. Den Abschluss bildet wieder die Vorschau auf die nächste Präsenzphase.
Woche 3
In der dritten Woche treffen alle Teilnehmer wieder zusammen und setzten sich u. a. mit den Themen Informations- und Kommunikationstechnik auseinander. Auch hier werden Anwendungen im Rahmen von Laborvorführungen analysiert und veranschaulicht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Bau- und Baunutzungskosten. Zum einen werden hier die gängigen normativen Kostenermittlungsmethoden nach DIN 276 „Kosten im Bauwesen – Teil 1: Hochbau“ vertieft die im Rahmen von Baumaßnahmen von Planern üblicherweise angewendet werden. Zum anderen erhalten die Teilnehmer einen Einstieg in die Energieeinsparverordung (EnEV 2009) mit der zugehörigen Berechnungssystematik. Danach erfolgt die Vorschau auf die letzte Woche mit dem Themenblock Gebäude-System-Design.

Die Lernplattform, auf der bei Bedarf die Lerninhalte vertieft werden können. Foto: DIAL

Woche 4
Den Schwerpunkt der letzten Woche bildet das Thema Gebäude-System-Design. Hier lernen die Teilnehmer strukturiert den technischen Bedarf an ein konkretes Bauprojekt zu ermitteln, darauf aufbauend ein Gewerke übergreifendes (vernetztes) technisches Gesamtkonzept zu gestalten und dieses bauherrengerecht zu präsentieren. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer einen Einstieg in das Projektmanagement im Hochbau und die HOAI 2009. Den Abschluss dieser vierten und letzten Präsenzphase bildet die Prüfung. Nachdem der theoretische Teil bestanden wurde, bearbeitet der Teilnehmer den praktischen Teil. Hier muss eine konkrete Bauaufgabe mit dem Sachverstand des Gebäude-System-Designers gelöst und den Bauherrn (hier den Prüfern) vorgestellt werden. Ist sichergestellt, dass sich die Bauherrn im technischen Gesamtkonzept wiederfinden, erhält der Gebäude-System-Designer sein Zertifikat.

Foto: DIAL

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