10.09.2006

Lütke Daldrup: Architekturbiennale ist ein wichtiger Baustein in der

"Eine wesentliche Stärke deutscher Baukultur liegt darin, dass wir dieStadt ins Zentrum unserer Überlegungen und Planungen stellen. Baukultur umfasst alle Belange des Bauens. Die Qualitätzeitgenössischer Architektur bestimmt sich neben den ästhetischen Aspekten an ihrem Beitrag zu einer nachhaltigen sozialen, kulturellen und ökonomischen Entwicklung der Städte.

Architekturbiennale, nnenentwicklung, Verdichtung, Neunutzung

"Eine wesentliche Stärke deutscher Baukultur liegt darin, dass wir die Stadt ins Zentrum unserer Überlegungen und Planungen stellen. Baukultur umfasst alle Belange des Bauens. Die Qualität zeitgenössischer Architektur bestimmt sich neben den ästhetischen Aspekten an ihrem Beitrag zu einer nachhaltigen sozialen, kulturellen und ökonomischen Entwicklung der Städte.

Wir müssen die Städte als Orte von Wachstum, Innovation und sozialem Zusammenhalt stärken. Dafür ist die Nutzung des vorhandenen Stadtkörpers und die qualitätsvolle Weiterentwicklung ein wichtiger Ansatz. Innenentwicklung, Transformation und Neunutzung sind Stichworte, mit denen die europäische Stadt ein erfolgreiches Zukunftsmodell bleibt", sagte Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär im Bundesbauministerium, auf der Auftaktveranstaltung des diesjährigen Rahmenprogramms zum deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Venedig.

Die vom Bund Deutscher Architekten BDA veranstaltete Podiumsdiskussion war die erste einer Reihe von Veranstaltungen, die auf dem dafür ausgebauten Dach des deutschen Pavillons als Rahmenprogramm zum deutschen Beitrag stattfinden. Unter der Überschrift "Versuch und Irrtum - Konzepte für die Wiederbelebung der Stadt" diskutierten namhafte Architekten und Stadtplaner aus Deutschland, England und Spanien Konzepte und Modelle zukünftiger Stadtentwicklung. Auf dem
Posium sassen Almut Ernst, die Generalkommissarin des deutschen Biennalebeitrags 2006, der Architekt Christoph Kohl aus dem Büro Rob Krier/Christoph Kohl (beide Berlin), der Architekturkritiker Deyan Sudjic aus London, und der Chefplaner von Barcelona, Professor Joseph Acebillo.

"Baukultur ist abhängig von den Lebensvorstellungen der künftigen Gesellschaft. Nach welchen Ideen und Konzepten wir unsere Städte weiter entwickeln, betrifft aber nicht nur unser räumliches Lebensumfeld, sondern hat Konsequenzen für unsere sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Lebensbedingungen. Die europäische Stadt erlebt ein Revival. Stadt lebt immer auch vom Unfertigen und Unzulänglichen, sie braucht jedoch auch urbanistische Kontinuität. Dazu muss müssen wir an Tradition, Gewachsenheit und Herkunft
anknüpfen. Innenentwicklung, Verdichtung und Neunutzung sind die Stichworte, mit denen die europäische Stadt ein erfolgreiches Zukunftsmodell bleibt. Dabei geht es nicht um Fortschreibung des Gewohnten. Bauen im Bestand heißt Auseinandersetzung, Neuinterpretation, den vorhandenen Stadtraum nutzen, um am Bestehenden Neues herauszuarbeiten und ihm Gestalt zu geben. Die Chancen der Stadt liegen in der intellektuellen und praktischen Vernetzung mit anderen
Funktionssystemen unserer Gesellschaft und der Bereitschaft der Bewohner und Akteure, Verantwortung für ihre Stadt zu übernehmen ", so Lütke Daldrup.

Das Rahmenprogramm zum deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale setzt sich am 13. Oktober mit hochrangig besetzten Veranstaltungen der Grünmetropole Aachen ("Grünmetropole - ein Gegenmodell") und einer eigenen Podiumsdiskussion des BMVBS ("Herausforderung Stadt - Perspektiven aus Deutschland") fort.

Die Architekturbiennale ist noch bis zum 19. November geöffnet.

Quelle: BMVBS
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