29.09.2010

Neue Beschichtung für rein weiße Akustikdecken

Häufig stellt eine Akustikdecke die größte durchgängige Fläche eines Innenraums dar und beeinflusst somit dessen Gesamteindruck – im besten Fall positiv. In der modernen Architektur werden weiße Akustikdecken bevorzugt, weil Architekten und Bauherren die unterstützenden Eigenschaften hinsichtlich guter und kosteneffizienter Beleuchtung und die formale Zurückhaltung zugunsten der Gesamtgestaltung des Innenraums zu schätzen wissen. Um das Versprechen einer optisch integren rein weißen Akustikdecke – unabhängig vom farblichen Kontext, von der Richtung des Lichteinfalls sowie von der Position und dem Blickwinkel des Nutzers – zu erfüllen, hat Ecophon eine neue Farbbeschichtung für die Oberflächen von Absorbern entwickelt. Über die klassischen, für die Wahrnehmung relevanten Qualitäten hinaus – besonders hohe Licht­reflexion und -diffusion sowie geringer Glanzgrad – verfügt »Akutex FT« über einen optimalen Retroreflexionskoeffizienten, der letztlich ausschlaggebend ist, mit welcher Intensität und Gleichmäßigkeit das menschliche Auge die Helligkeit einer Fläche erfährt. Als Retroreflexion bezeichnet man die Reflexion, bei der das Licht, weitgehend unabhängig von der Lichtrichtung und dem Auftrittswinkel, größtenteils zur Lichtquelle zurückgestrahlt wird.
Das in anderen Branchen bereits gängige Verfahren zur Messung des Retroreflexionskoeffizienten nutzt Ecophon nun, um Akustikdecken – als Teile von Räumen – so zu beschreiben, wie das menschliche Auge sie tatsächlich wahrnimmt. Damit komplettiert das Unternehmen das unzureichende Bild, das sich aus den üblichen Messverfahren ergibt. Denn bei Messung der Lichtreflexion und -diffusion, die sich auf den rechten Winkel zwischen Betrachter und Decke beschränkt, werden Perspektivenwechsel, wie unterschiedliche Standorte und Blickwinkel sowie das Verhältnis zwischen Blick- und Lichtrichtung, nicht berücksichtigt. Je höher der Retroreflexionskoeffizient, je mehr Licht – bis zu einem Höchstwert von 120 – wird zur Ausgangsquelle zurückgestrahlt. Der Koeffi­zient, eine mathematische Funktion der Oberflächenstruktur, errechnet sich aus Leuchtdichte und Beleuchtungsstärke. Bei einem hohen Koeffizienten wird eine Fläche in Lichtrichtung gesehen als heller, bei Gegenlicht als dunkler wahrgenommen. Diese hohe Leuchtdichtenvarianz erklärt die bösen Überraschungen bei herkömmlichen weißen Akustikdecken, die in der Praxis ganz anders erfahren werden als geplant. Problematisch bei zu niedrigem Retroreflexionskoeffizienten zeigt sich die Tatsache, dass die Deckenfläche bei Gegenlicht einen Glanzgrad aufweist, in dem sich angrenzende Farbfelder spiegeln.

Bei einem Wert von 60 ist das Optimum für Deckenoberflächen erreicht. Unabhängig davon, ob sich der Betrachter vor oder hinter der Lichtquelle befindet, bleibt die Leuchtdichte fast unverändert, es gibt keinerlei Farbspiegelungen und die Decke behält aus jedem Blickwinkel ihre optische Integrität. Messungen verschiedener Absorberoberflächen haben gezeigt, dass Akutex FT, laut Hersteller, die einzige Beschichtung ist, die den Wert 60 erfüllt. Mit der neuen Oberflächentechnologie liefert Ecophon eine ästhetische Neudefinition, die den Ansprüchen heutiger Architektur entspricht. Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin hat die neue Oberfläche doppelt so viele Poren bei mehr als 50%iger Verkleinerung des Durchmessers. Der hohe Anspruch an die akustischen Eigenschaften bleibt bei dieser Synthese aus Form und Funktion vollends erhalten. Aufgrund der extrem feinen Poren ist die Akutex-FT-Oberfläche besonders gut vor Staub- und Schmutz-Anlagerungen geschützt und entsprechend leicht zu reinigen. Zudem setzt das Material während seiner gesamten Lebensdauer keinerlei schädliche Stoffe frei.

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